Wieder Minus in der Kasse

ENKIRCH. (mm) Nach einem ausgeglichenen Haushalt 2004 kann die Gemeinde Enkirch im Jahr 2005 ihren Haushalt nicht ausgleichen. Das Defizit beträgt rund 30 000 Euro.

Ortsbürgermeister Karl-Heinz Weisgerber und die Fraktionssprecher Achim Knod (SPD), Roland Bender (CDU) und Stefanie Weirich (FWG) nahmen den Haushaltsplan eingehend unter die Lupe. Ortsbürgermeister Weisgerber stellte in seiner Haushaltsrede heraus, dass die Kommunalfinanzen der Ortsgemeinde Enkirch in den vergangenen Jahren den aktuellen Bedürfnissen angepasst waren und bisher die notwendigsten Investitionen zum Inhalt hatten. Erhöhte Ausgaben sind bei den anteiligen Kosten an den Sozialhilfeaufwendungen (Harz IV), dem Personalkostenzuschuss Kindergarten und den Stromkosten für die Straßenbeleuchtung festzustellen. Auch ein Defizit im Forsthaushalt sowie das Ausscheiden eines Gemeindearbeiters in die Altersteilzeit und die daraus resultierende zusätzliche Einstellung eines neuen Gemeindearbeiters tragen zum Defizit erheblich bei. Erfreulicher ist die Senkung der Verbandsgemeinde-Umlage, die eine Ersparnis von 14 000 Euro bringt und die Erhöhung der Schlüsselzuweisungen um rund 40 000 Euro auf 174 000 Euro. Die Steuersätze für die Gemeindesteuern werden wie folgt neu festgesetzt: Grundsteuer A von 270 auf 280 Projekt, Grundsteuer B gleichbleibend 320 Projekt und Gewerbesteuer von 330 auf 350 Projekt. Der Wohnmobilstellplatz mit Einnahmen, die durch zusätzliche 5000 Euro auf insgesamt 99 000 Euro angestiegen sind, ist die tragende Säule der Einnahmeseite. Auf eine Gebührenerhöhung wurde hier verzichtet, obwohl weitere Investitionen in kleinerem Rahmen geplant sind. Als größtes Projekt im Investitionsprogramm steht die Sanierung der Heimatstuben an. Mit dem Umbau wurde 2004 begonnen, die Arbeiten gingen gut voran, 60 000 Euro sind im Vermögenshaushalt eingeplant. Weitere Mittel sind für die Straßenunterhaltung, die Umgestaltung des Mardelplatzes, die Renovierung der Bushaltestelle, die Sanierung der Cobi-Golfanlage (10 000 Euro), den Kauf eines Rasenauffanggeräts (8 700 Euro) und für eine Steganlage für die Wasserwanderroute Mosel (13 000 Euro) veranschlagt. Die Gemeinde verfügt zu Beginn und am Ende des Jahres 2005 über rund 32 732 Euro Rücklagen, der Schuldenstand in Höhe von 329 608 Euro zu Beginn von 2005 erhöht sich bis zum Ende des Jahres durch Kreditaufnahme, Zinsen und Tilgung auf 397 508 Euro. Der Haushaltssatzung und dem Haushaltsplan hat der Enkircher Gemeinderat einstimmig zugestimmt.

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