Wilbert

Jetzt ist ja wieder die große Zeit der Ansprachen und Reden. Weihnachtsgrüße, Neujahrsansprache, Empfänge, Reden hier, Grüße da.

Neuerdings auch als elektronische Post. Wer hört da noch genau zu? Wer liest das alles? So gesehen halte ich den ganzen Wirbel um Weihnachten und Neujahr doch für reichlich übertrieben. Es wäre viel schlauer, wenn die Wichtigen und Mächtigen ihre Reden und warmen Worte über das ganze Jahr verteilen würden. Der Bürgermeister hätte seine Neujahrsansprache doch schon im Oktober halten können. Was man da alles geschickt verpacken könnte ... Der Rodenkirch hätte die Wittlicher so schwindelig reden können, dass die gar nicht gemerkt hätten, dass sie eine völlig aberwitzige Umleitung über den Parkplatz machen müssen. Die Weihnachtsansprache würde sich auch zur Säubrennerkirmes gut machen. Frieden und Freude will man beim Saubratenstand ja schließlich auch haben. Da könnte man doch gleich auch an die Armen denken und ihnen Wein und Saubraten ausgeben. Und dann ist da noch der Landrat. Der muss ja sparen. Deshalb wäre es vielleicht ganz gut, wenn er seine Weihnachtsgrüße aufs ganze Jahr verteilen und sie jeweils vor Ort mit Einweihungen von Feuerwehrhäusern und Kindergärten verbinden könnte. Das spart zwar nicht so viel Geld, aber immerhin Zeit. Schließlich muss man irgendwo mit dem Sparen anfangen und mit gutem Vorbild vorangehen. Und dann, wenn die Wichtigen und Mächtigen an Weihnachten nicht mehr grüßen, schlägt endlich meine große Stunde: Ich werde das übernehmen! In diesem Sinne: Allen Wichtigen und Mächtigen ein frohes und besinnliches Weihnachtsfest - und allen anderen natürlich auch.

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