Wild geht es nur wegen der Tiere zu

Wild geht es nur wegen der Tiere zu

BERNKASTEL-KUES. Die Zahl der Verkehrsunfälle hat 2005 zugenommen. Stark zurückgegangen ist die Zahl der Schwer- und Leichtverletzten.

Die Zahl der Verkehrsunfälle im Zuständigkeitsbereich der Polizeiinspektion Bernkastel-Kues (VG Bernkastel-Kues, VG Neumagen-Dhron, Teile der VG Kröv-Bausendorf) hat 2005 gegenüber dem Vorjahr um 80 (acht Prozent) zugenommen. Dabei wurden zwei Personen getötet (Vorjahr 1). Wer daraus eine Zunahme von Trunkenheitsfahrten oder zu schnellem Fahren schließt, irrt. Mit der Zunahme fast deckungsgleich ist der Anstieg (65) bei den Unfällen, an denen Wild beteiligt war. An fast einem Drittel (323) aller Unfälle (1056) waren 2005 Tiere beteiligt. Schwerpunkte waren und sind die K 88 zwischen Mülheim und Veldenz, die L 58 zwischen Kröv und Ürziger Höhe und die B 50 zwischen Zeltingen-Rachtig und Platten. Meist blieb es bei Blechschäden. Die Zahl der Schwerverletzten ging sogar insgesamt stark zurück (von 36 auf 27). Damit setzt sich ein erfreulicher Trend fort. 2001 hatte die Zahl der Schwerverletzten noch bei 53 gelegen. Ähnliches Bild bei den Leichtverletzten: Ihre Zahl sank von 107 auf 89. Im Jahr 2002 verzeichnete die Polizei noch 152 leicht verletzte Unfallopfer. Klaus Herrmann, stellvertretender Leiter der PI Bernkastel-Kues, führt die erfreulichen Zahlen darauf zurück, dass die Präsenz der Polizei an Unfallschwerpunkten Wirkung zeigt. In diesen Bereichen werde intensiv kontrolliert, ob die Fahrzeuginsassen den Sicherheitsgurt angelegt haben. "Das zahlt sich aus", sagt der Beamte. Zusammen mit den Airbags werde ein guter Sicherheitsrahmen geschaffen. Im Frühjahr und im Sommer lockt das Moseltal auch viele Motorradfahrer an, die speziell auf den kurvenreichen Strecken vom und zum Hunsrück gefährdet sind. Die Zahl der verletzten Motorradfahrer ging auch zurück: von 30 auf 23. Als Grund dafür gibt Herrmann ebenfalls verstärkte Kontrollen an. Zurückgegangen ist auch die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss: von 29 auf 21. Unter Drogeneinfluss verunglückten zwei Verkehrsteilnehmer - genauso viele wie 2004. Mit Unfallflucht wurden die Beamten 153mal konfrontiert. Die Hälfte aller Flüchtigen wurde ermittelt. Zu schnelles Fahren bleibt Unfallursache Nummer eins. Dies gilt besonders für die schweren Unfälle außerhalb von Ortschaften. 117mal ordneten die Beamten Blutuntersuchungen an, davon 23mal zum Nachweis von Drogenkonsum In diesem Bereich wird die Polizei noch aktiver werden. Herrmann: "2006 Jahr wird die Drogenerkennung im Straßenverkehr Schwerpunkt der Überwachungsarbeit sein."