WILDSCHÄDEN

KRÖV-KÖVENIG. Winzer contra Jäger: Nicht nur in Traben-Trarbach und Wolf (der TV berichtete), auch in zahlreichen anderen Weinbaugemeinden haben Wildschweine in den Weinbergen große Schäden angerichtet. Winzer Gerd Christoffel aus Kövenig schätzt in seinem 2,5 Hektar großen Weinberg im Trabener Königsberg Ertragseinbußen von rund 20 Prozent. Inzwischen hat er den Weinberg mit einem Elektrozaun gesichert. Kosten: 1500 Euro. Christoffel ärgert sich, dass nur 50 Meter von seinem Weinberg entfernt der Jagdpächter eine Futterstelle für Wildschweine (Foto) eingerichtet hat. Er befürchtet das dadurch die Wildschweine verstärkt in seinen Weinberg gelockt werden. Kreisjagdmeister Günther Vanck hält das Vorgehen des Jagdpächters aber für richtig. Es handele sich um eine sogenannte Kirrung, das heißt, die Schweine werden mit geringen Mengen Mais angelockt, um sie dann besser abschießen zu können. sim/Foto: Winfried Simon