Windenergie

Zum Artikel Osann-Monzeler Windkraftprojekt und zum Leserbrief "Geschützte Vogelarten rechts fliegend"

Der VG-Rat von Wittlich-Land befasste sich in seiner Sitzung am 5. Dezember mit dem Thema Windkrafträder. Es wurde eine Studie über die Nutzung der Windkraftanlagen einschließlich Überprüfung des Naturschutzes (Flora und Fauna) im gesamten Gebiet der VG Wittlich-Land beauftragt. Landrat Gregor Eibes hat appelliert, dass wir gemeinsam als Solidargemeinschaft im Kreis Bernkastel-Wittlich für eine bessere Wertschöpfung für unsere Bürger handeln sollen. Wohlwissend über all diese gemeinsamen Aktionen, schließt die Gemeinde Osann-Monzel einen Vertrag mit einem Investor ab. Geplant ist, sieben Windkrafträder, beginnend oberhalb von Klausen bis nach Platten, aufzustellen. Da ich dieses Waldgebiet sehr gut kenne, weiß ich, dass es dort sehr viele seltene, vom Aussterben bedrohte Lebewesen gibt: Greifvögel, Kolkraben, verschiedene Arten von Fledermäusen, Eulen und Spechte. Außerdem ist in den vergangenen Jahren eine starke Zunahme der Wildkatzenpopulation zu beobachten. In den Gesprächen mit den Gemeinden Osann-Monzel, Altrich, Platten und Klausen ging es nie um sachlich-fachliche Themen, sondern es ging nur ums Geld oder die Aufteilung der Pachteinnahmen. Ohne die Studie, die übrigens auch von Osann-Monzel bezahlt wird, und ohne die konkreten Vorschläge des Landrats abzuwarten, startet nun Osann-Monzel einen Alleingang. Wohlwissend, dass die Windräder, sei es Schattenwurf, seien es Geräusche der Rotoren und die blinkenden Lampen, sie nicht berührt. Die Investoren, die jetzt durch unsere rot-grüne Landesregierung Rückenwind haben, versuchen mit aller Gewalt, schnellstmöglich Windräder aufstellen zu lassen, um damit möglichst hohe Renditen zu erzielen. Denn jedes Windrad bringt dem Investor und der Gemeinde Osann-Monzel satte Gewinne. Die Bürger von Altrich, Platten und Klausen, die zum Teil hohe Investitionen in den Fremdenverkehr und neue Baugebiete getätigt haben, werden Verluste erleiden. Ich hoffe nur, dass alle Beteiligten miteinander arbeiten, und nicht nur egoistisch an die Einnahmen für ihre Gemeinde denken, und somit den sozialen Frieden unter den Gemeinden erhalten. Edmund Kohl, Klausen