Windenergie

Zum Artikel "Gegenwind aus 14 Manderscheider Gemeinden" (TV, 24. Oktober) meint dieser Leser:

Die Verbands- und Ortsgemeinderäte der VG Manderscheid scheinen sich ja ziemlich einig zu sein im Bezug auf den Bau von Windkraftanlagen. Nur in der Frage wohin und wer nachher die Kohle einstreicht, da scheiden sich die Geister. Niemand will Anlagen in der Nähe seiner Ortschaft, aber vom Kuchen wollen alle ein möglichst großes Stück. Oder, wie einige Ortsbürgermeister es anstreben, Anlagen auf gemeindeeigenem Grund und dafür den ganzen Kuchen! Die Gelegenheit, die Schieflage der Haushalte mit einem Schlag zu stabilisieren und weitere Traum-schlösser zu errichten. Mit den Dollarzeichen in den Augen sehen sie nicht, dass die Kanone nach hinten schießt, dass die Einnahmen, zumindest mittel- und langfristig, eher sinken, trotz Windrädern. Durch den Bau der Anlagen wird sich der demografische Wandel drastisch beschleunigen. Einfach ausgedrückt, die Dörfer sterben aus, weil die Leute sich nicht diese Verschandelung der Landschaft sowie die Lärm- und Sichtbelästigung zumuten wollen. Ein gehöriges Stück Lebensqualität geht verloren! Noch bauen junge Leute in die Dörfer oder sie renovieren und bewohnen ältere Gebäude. Noch kaufen Leute aus dem In- und Ausland leerstehende Häuser und deren wird es in den nächsten Jahren noch sehr viele geben. Damit ist nach dem Bau der Anlagen größtenteils Ende, man bedenke die Folgen! Die Einnahmen der Gemeinden richten sich zu einem gewichtigen Teil nach der Steuerkraft der Einwohner, das heißt, wenn keine Leute mehr hier leben, haben die Gemeinden keine Einnahmen mehr, es geht bergab! Die Räte sitzen auf und sägen an einem dicken Ast, haben eine schöne Aussicht, doch er wird sie alle in die Tiefe reißen! Hermann Warscheid, Bettenfeld