Windkraft, Schießstand, Internet

Windenergie, eine friedliche Vereinigung der bisherigen Verbandsgemeinden und die Erweiterung des Schießstandes in Landscheid: Die Fraktionen im Rat der neuen Verbandsgemeinde Wittlich-Land haben einige politische Themen zu lösen.

Manderscheid. "Es ist klar, dass am ersten Tag noch nicht alles rund läuft", sagt Dennis Junk, Bürgermeister der neuen Verbandsgemeinde Wittlich-Land, auf der ersten konstituierenden Sitzung des Verbandsgemeinderates Wittlich-Land in Manderscheid. Aber der Kontakt zur Basis, den 45 Orts- und Stadtbürgermeistern, sei sehr eng und gut. Nach der Fusion der Verbandsgemeinden Wittlich-Land und Manderscheid zur neuen VG Wittlich-Land kamen die Mandatsträger und der Bürgermeister in Manderscheid zusammen, um drei Beigeordnete zu wählen.

Wahlergebnis: Künftig unterstützen Marianne Kranz (CDU), Hans-Dieter Bonny (SPD) und Günter Krämer (FWG) als ehrenamtliche Beigeordnete den hauptamtlichen Beigeordneten Wolfgang Schmitz bei seiner Arbeit. Schmitz war zuvor Bürgermeister der ehemaligen VG Manderscheid.

Themen: Für die neue Legislaturperiode haben sich die 35 Ratsmitglieder viel vorgenommen. Der TV hat die Fraktionsvorsitzenden der vertretenen Parteien nach ihren zwei Top-Themen gefragt.

CDU: Für Franz Josef Krumeich steht die Zusammenführung der beiden bisherigen Verwaltungsbezirke zu einer Einheit ganz oben auf der Agenda. Dabei solle die Bürgernähe gewahrt werden, sagt Krumeich. Zudem habe die Weiterentwicklung der Industrie- und Gewerbegebiete - verbunden mit der Hoffnung, dass weitere Ausbildungs- und Arbeitsplätze entstehen - Priorität.

FWG: "Das reibungslose Zusammenwirken der Gremien und der Verwaltung" der bisherigen Bezirke ist auch für den Fraktionsvorsitzenden der FWG, Ulrich Müller, das wichtigste Thema im Rat. "Die Übergangsphase darf für die Bürger keine Nachteile bringen." Daneben möchte Müller vorantreiben, dass die Flächennutzungspläne - insbesondere für den Bereich Windkraft - den neuen Gesetzesvorgaben von Bund und Land angepasst werden.

SPD: Das Zusammenwachsen der neugebildeten VG ist auch für Angelika Brost, Fraktionsvorsitzende der SPD, ein A-Thema. "Damit es gelingt, das Beste der beiden Verbandsgemeinden zu kombinieren." Daneben sieht Brost die Windenergie als bedeutendes Thema. "Wir brauchen eine Entscheidung für eine naturschonende Nutzung der Windenergie an geeigneten Standorten - mit Konzentration statt Verspargelung."

Bündnis 90/Die Grünen: Für Günter Theis, Fraktionsvorsitzender der Grünen, steht bei der Zusammenführung ein fairer Umgang miteinander an erster Stelle: "Ein guter Neustart ist unabdingbar für eine positive Zukunft der neuen VG Wittlich-Land." Zudem möchte Theis die Windkraft weiter voranbringen. "Eine Verspargelung der Landschaft soll allerdings verhindert werden."

FDP: Die Internetgeschwindigkeit in der VG ist für Rita Wagner, Fraktionsvorsitzende der FDP, von höchster Bedeutung. "Schnelles Internet brauchen wir alle - privat und beruflich." Außerdem sieht Wagner durch eine gute Zusammenarbeit im Tourismus sowie der Verknüpfung der Angebote Chancen, die Verweildauer der Gäste zu erhöhen.

ÖDP: Gerd Meyer vertritt die Ökologisch-Demokratische Partei im VG-Rat und möchte sich im Gremium hauptsächlich gegen die Erweiterung des Schießstandes in Landscheid engagieren. Zudem wünscht sich Meyer für die Bürger mehr Transparenz im Politikbetrieb. "Ein erster Schritt dahin wäre sicherlich, die Protokolle der öffentlichen Sitzungen der Gemeinderäte im Mitteilungsblatt zu veröffentlichen." red