Windkraft

Zum Artikel "Die Windräder kommen" im Trierischen Volksfreund vom 7. Juli erhielten wir diese Zuschrift:

Bis zu 52 Windkraftanlagen mit einer gigantischen Höhe von bis zu 149 Meter Nabenhöhe, plus 50 Meter Rotorblätter, sollen auf dem bewaldeten Höhenzug des Haardtwalds zwischen Elzerath und Horath und einigen Moselgemeinden errichtet werden. Die Bauarbeiten haben bereits begonnen. Diese Riesen dürfen aber angeblich von dem touristisch erschlossenen Moseltal nicht einsehbar sein. Bei dieser hohen Konzentration sind sicherlich Beeinträchtigungen für die Fauna und Flora sowie die Bürger in den anliegenden Ortschaften und Einzelhöfen zu erwarten: Wertverlust der lokalen Immobilien, akustische und optische Zerstörung der Umgebung durch Rotorlärm, Gesundheitsgefährdung durch Infraschall, Schlagschattenwurf und nächtliche Befeuerung mit rotem Dauerblinken. Zufahrtswege, Kabelwege und Fundamente der Windräder bedrohen Wasserquellen in den Wasserschutzgebieten. Das ist ein Widerspruch zum touristischen Konzept unserer Region. Dabei möchte ich an einige Kulturdenkmäler wie den Heidenpütz und den Judenkirchhof sowie den Richterborn im Haardtwald hinweisen. Darüber hinaus führt der viel begangene Ausonius-Wanderweg von Bingen nach Trier, der seit 2013 auch als Jakobus-Pilgerweg ausgewiesen ist, durch dieses idyllische Waldstück. Mit 5,6 Kilometern handelt es sich hierbei um das einzige nicht ausgebaute Teilstück von einer Römerstraße nördlich der Alpen und hat damit einen hohen kultur-historischen Hintergrund als Bodendenkmal. Was den Bürgern hier zugemutet wird, ist kaum noch nachzuvollziehen. Der Hunsrück, eine der schönsten und bisher weitgehend naturbelassenen Mittelgebirgsregionen, wird als Wohngegend zunehmend unattraktiver. Quer durch den Hunsrück, durchgehend von der A 61 bei Rheinböllen Richtung Trier, hat man unzählige Windräder im Blick. Hermann Bohn, Morbach