Windkraftanlagen

Zu den Kommentaren "Landschaft in Bewegung" sowie "Stoppt den Windräder-Wahnsinn" (TV vom 30. Oktober) schreibt dieser Leser:

Ungläubiges Staunen wird die erste Reaktion der meisten Leser beim Studium des Doppelkommentars auf Seite 13 des TV gewesen sein. Lars Ross vom Saulus zum Paulus konvertiert? Und Winfried Simon zum militanten Windradfan gewandelt? Dann die Entwarnung, mit einem Lächeln quittiert: Nur ein simpler Fehler der TV-Blattmacher! Hierzu ein paar Anmerkungen: Herr Simon konstatiert nur lauen Potest gegen die landschaftverhunzende Rotoren. Dies in diametralem Gegensatz zum Protest gegen die Hochmoselbrücke, der er nur eine "punktuelle Beeinträchtigung" zubilligt. Soll heißen: Vernachlässigbar! Nun ja, Herr Simon, ganz so dezent dürfte dieses Bauwerk nicht daherkommen: Das Monster - höher als der Kölner Dom - wird zwischen Bernkastel und Kröv den Blick im und auf das schöne Moseltal dominieren! Auch Herr Ross hat es mit der Dominanz in der Landschaft. Er empfindet das Atomkraftwerk Biblis "dominierender als der größte Windpark". Da möchte ich ihm raten, sich im nächsten Urlaub den Windpark "Nordfriesland" - etwa zwischen Heide und Husum - anzuschauen. Da ist nichts mehr übrig von jener faszinierenden Landschaft, die ein Emil Nolde so geliebt und eindrucksvoll gemalt hat. Traurig, traurig, kann man da nur sagen Andererseits: Das große Geld, das, wie Herr Simon schreibt, die Kommunen wittern, ist - ganz klar - in diesem Zusammenhang das einzige, das eine Rolle spielt: Die Gier kaltschnäuziger Investoren und hartleibiger Lobbyisten, unterstützt von einer karrieresüchtigen und ideologisch fixierten Politikerkaste. Und, ja, in zu vielen Fällen hofiert und bejubelt von ignoranten Medienvertretern - Print und Funk gleichermaßen! Helmut Körlings, Traben-Trarbach