Winzer suchen unverkennbaren Stil

Mehr als 300 Besucher machten im Juni 2008 die Premiere von "Wein im Kloster" in Maring-Noviand zu einem großen Erfolg. Dazu trug auch das historische Ambiente des Klosterhofs Siebenborn bei.

Maring-Noviand. (cb) "Maring-Noviand gehört mit etwa 180 Hektar bestockter Rebfläche zu den großen Weinbaugemeinden an der Mosel.

So richtig bekannt, das geben auch die dort beheimateten Winzer zu, ist der Wein aus dem Seitental, durch das vor 125 000 Jahren die Mosel floss, allerdings nicht." So schrieb der TV von einem Jahr im Vorfeld der Premieren-Veranstaltung "Wein im Kloster".

Elf statt zehn Winzer



Zumindest für die mehr als 300 Besucher, die wenige Tage später die Probe besuchten, dürfte der Wein von Maring-Noviander Reben jetzt ein Begriff sein. "Mit so vielen Besuchern hatten wir gar nicht gerechnet", geben die Hauptorganisatoren, Franz Melsheimer, Gerd Steffen und Markus Fries, zu.

Am kommenden Sonntag, 21. Juni, geht es in die zweite Runde. Statt zehn Winzern, wie im Vorjahr, werden deren elf beteiligt sein. Schauplatz ist erneut der Klosterhof Siebenborn, das ehemalige Hofgut des Zisterzienserordens der Abtei Himmerod.

Das Ambiente des historischen Anwesens habe auch zu dem Erfolg der Premiere beigetragen, berichten die Organisatoren. Viele der Gäste hätten sich von den Räumlichkeiten des weitläufigen Anwesens im Ortsteil Siebenborn angetan gezeigt. Auch die Qualität der Weine habe offenbar Gefallen gefunden. Es seien auch einige neue Kunden hängen geblieben.

Die im letzten Jahr durch eine Kellerprobe gestartete Zusammenarbeit der elf Winzer sei nach der Premiere noch verstärkt worden. Man merke die Qualitätsanstrengungen jetzt noch mehr, sagt Gerd Steffen.

Markus Fries träumt schon vom Ideal-Zustand. Der wäre für ihn dann erreicht, wenn sich das Liesertal mit einem eigenen unverkennbaren Stil bei den Weinfreunden Respekt verschafft.

Im Angebot sind am Sonntag von 11 bis 18 Uhr mehr als 70 Weiß- und Rotweine. Die Weißweine stammen allesamt aus dem Jahrgang 2008. Der Eintritt kostet zwölf Euro. Dafür kann der Gast nach Herzenslust probieren. Für das passende Essen sorgt eine ortsansässige Fleischerei, für die Hintergrundmusik ein Duo (Gitarrist, Sängerin).

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