Wir müssen draußen bleiben

Die Fußball-Weltmeisterschaft im eigenen Land ist ein Großereignis, das alle Deutschen miterleben wollen. Doch bereits beim Versuch, Tickets für die Spiele zu bekommen, sahen viele die Rote Karte: Die Kontingente für die einheimischen Fußballfans sind stark begrenzt.

Wer jetzt hofft, wenigstens bei einer großen Fußballparty in der eigenen Stadt mit Gleichgesinnten feiern und mitfiebern zu können, wird vielerorts enttäuscht.Einsam wird sich so mancher Fan mit dem Fußballschal vor den heimischen Bildschirm setzten. Während seine Jubelschreie im leeren Wohnzimmer verhallen, weht über den Fernseher nur ein Hauch von Stimmung zu ihm herüber. Laolawelle, Fahnenmeer und Fangesänge - Fehlanzeige. Denn Großbildleinwände sind für viele kleine und mittlere Städte und Veranstalter zu teuer. Und selbst wen das nicht abschreckt, der kapituliert womöglich wegen der strengen Regeln der Fifa und der hohen Lizenzgebühren.Nicht die Vorfreude auf die Weltmeisterschaft wächst bei den Fußballfans, sondern der Frust. Es heißt für die meisten: Wir müssen draußen bleiben. m.kewes@volksfreund.de