Kostenpflichtiger Inhalt: Pflege : Wittlich bekommt ein Hospizhaus

Das Haus mit zehn Plätzen soll neben dem Altenzentrum St. Wendelinus gebaut werden. Mehrheitsträger wird die St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe GmbH Mayen sein.

Zwei Jahre lang hat eine trägerübergreifende Projektgruppe unter der Leitung von Hanne Benz von der St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe GmbH in Mayen den Bedarf und die Machbarkeit für ein stationäres Hospiz in Wittlich geprüft. Nun steht fest: Es wird gebaut. Es ist das zweite stationäre Hospiz in der Region Trier. Das erste wurde 2006 in Trier eröffnet.

Der Standort in Wittlich ist in unmittelbarer Nähe des in der Stadt zentral gelegenen Altenzentrums St. Wendelinus geplant, das zur St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe GmbH gehört. Der Baubeginn ist für Herbst 2020 vorgesehen. Es wird mit Baukosten in Höhe von 3 bis 3,5 Millionen Euro gerechnet. Derzeit läuft die Architektenausschreibung.  Die Idee zum Bau eines Hospizhauses in Wittlich kam vom Verwaltungsrat  der Pfarrei St. Markus Wittlich.

Für eine breit aufgestellte Trägergesellschaft des Hospizes konnten soziale Träger aus der Region gewonnen werden. Wer das sein wird, wird im November bekannt geben.

Fest steht: Die St. Raphael Caritas Alten- und Behindertenhilfe GmbH wird Mehrheitsträger sein. Die Gesellschaft soll zum 1. Januar 2020 gegründet, der Gesellschaftsvertrag im November unterzeichnet werden. Hanne Benz: „Bereits jetzt laufen die Planungen für das neue Gebäude, das neben einem stationären Angebot mit zehn Plätzen auch den ökumenischen Hospizdienst Wittlich beherbergen soll.“

Als zentrale Anlaufstelle im Landkreis Bernkastel-Wittlich soll das Hospizhaus die hospizliche und palliative Begleitung von schwerstkranken und sterbenden Menschen sowie deren Angehörigen bieten, wenn die entsprechende Versorgung zu Hause nicht mehr möglich ist.

In einem Hospiz erhalten Sterbende und ihre Angehörigen Begleitung, Beratung und medizinisch-pflegerische Versorgung. Dabei spielt die Kontrolle der verschiedenen Symptome eine große Rolle, unter anderem die Schmerztherapie. Bei allen pflegerischen und medizinischen Handlungen steht aber der geäußerte oder mutmaßliche  Wille des Kranken an erster Stelle. Außerdem wird für Angehörige Trauerbegleitung angeboten.

Die Krankenversicherungen tragen 95 Prozent der Kosten. Der Rest muss durch Spenden eingeworben werden, kann aber auch durch ehrenamtliche Arbeit aufgefangen werden.

Für die Gründung eines Fördervereins werden engagierte Bürger aus dem Großraum Wittlich gesucht. Kontakt: hospizhaus@srcab.de

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