1. Region
  2. Mosel, Wittlich & Hunsrück

Wittlich/Bernkastel-Kues: Keine Engpässe im Krankenhaus

Gesundheit : Keine Engpässe im Verbundskrankenhaus Bernkastel-Wittlich

Auch im Verbundkrankenhaus Bernkastel-Wittlich bereitet man sich auf eine Ausweitung der Corona-Krise vor. Aktuell sind ausreichend Kapazitäten vorhanden. Es müssen keine Operationen verschoben werden.

In den vergangenen Tagen hat die von den Gesundheitsämtern festgestellte Zahl der mit Corona-Viren Infizierten im Landkreis Bernkastel-Wittlich stark zugenommen. Der sogenannte Inzidenzwert von 50 (50 Infizierte innerhalb von sieben Tagen) wurde überschritten, womit die Warnstufe Rot ausgerufen wurde (siehe Artikel oben). Der Inzidenzwert orientiert sich dabei an der Kapazität der Gesundheitsämter, Kontakte von Infizierten nachverfolgen zu können.

Wie ist nun die Lage im Verbundkrankenhaus mit seinen beiden Standorten in Bernkastel-Kues und in Wittlich? Worauf wird sich dort vorbereitet? Der TV hat bei der Leitung des Krankenhauses nachgefragt.

Besucher erhalten nach wie vor eine Besucherkarte, um sich als legitimiert ausweisen zu können. Eine eigens eingerichtete Task Force wird die Lage dreimal pro Woche bewerten, um gegebenenfalls weitere Maßnahmen zu ergreifen. Bislang gilt an beiden Standorten: Ein Besucher pro Tag pro Patient mit Legitimierungskarte.

Es besteht demnach auch nach wie vor uneingeschränkte Maskenpflicht sowie die gängigen Abstands- und Hygieneregeln.

Bei der Aufnahme von Patienten gilt die sogenannte Triage mit einem standardisierten Fragebogen. Dabei wird je nach Dringlichkeit priorisiert. Änderungen werden gegebenenfalls in der Task Force besprochen.

Auch für das medizinische und pflegerische Personal gelte die konsequente Umsetzung der Maskenpflicht, der Hygienevorgaben und der Abstands-, Pausen- und Kantinenregelungen, heißt es. Aktuell sei es nicht nötig, Operationen und Krankenhausaufenthalte auf der Intensivstation zu verschieben und Pläne zu ändern, um mehr Kapazitäten zu schaffen. Alle geplanten medizinischen Untersuchungen und Eingriffe würden ausgeführt.

Am Standort Wittlich sind regulär 18 Intensivbetten und am Standort Bernkastel-Kues sechs Intensivbetten vorhanden. Bereits in der ersten Phase der Pandemie im Frühling seien zudem die Beatmungskapazitäten ausgeweitet worden. Diese zusätzlichen Kapazitäten seien bislang zu keinem Zeitpunkt beansprucht worden. Auch in der Notaufnahme herrsche normaler Betrieb.