Wittlich in Stadtbummel-Laune mit Automobilausstellung, Herbstmarkt und verkaufsoffenem Sonntag

Wittlich in Stadtbummel-Laune mit Automobilausstellung, Herbstmarkt und verkaufsoffenem Sonntag

Tatsächlich ein Mantelsonntag: Bei deutlich abgekühlten Temperaturen hat Wittlich seinen Besuchern am Sonntag eine Angebotspalette so bunt wie der Herbst geboten: vom Traumwagen für den Herrn über Mode von Kopf bis Fuß für die Dame bis zum Spielzeug oder auch regionalem Apfel fürs Kind.

Die Glocken rufen zum Hochamt in St. Markus. Ein älteres Paar geht Richtung Stadt. Vor der Schlossgalerie ist der große Parkplatz leer, ein Mann bläst Blätter und Abfall vor den Schaufenstern des Einkaufszentrums weg. Nach wenigen Schritten sieht man die Stände des Herbstmarktes. Noch werden Blumenkränze gerichtet, Äpfel gestapelt, Handarbeiten hübsch ausgelegt, die ersten Würstchen gebraten.

Auf der anderen Lieserseite warten 200 blinkende Fahrzeuge auf Bewunderer: nagelneue Karossen, Gebrauchtwagen, Elektro- und Hybridfahrzeuge. Für jeden Geschmack und Geldbeutel ist bereits seit Samstag auf der Automobilausstellung am Rommelsbachparkplatz etwas zu finden. Es seien schon sehr viele Interessenten da gewesen, freut sich ein Händler. Und für spezielle Fans gibt es etwa ein Schuco-Auto mit Fernbedienung aus dem Trierer Spielzeugmuseum in der just eröffneten Ausstellung "Dilldopp, Klicker, Lebertran" im Alten Rathaus zu bewundern.

Dann ist das Hochamt vorbei, werden die Kleiderständer mit Herbstmode und Schnäppchen nach draußen gerollt, baut mancher einen kleinen Zusatzladen vor der Tür auf, werden Kuchen und Luftballons verteilt. Der Winzer feuert den Ofen für den Flammkuchen zum Federweißen an. Plötzlich haben ganze Familien Stadtbummellaune. Der Parkplatz an der Schlossgalerie ist dicht.

Claudia Jacoby, Altstadtbuchhandlung und Sprecherin der Kaufmannschaft, freut sich über den Betrieb vor und im Laden: "Das ist ein wichtiger Tag, an dem wir uns positiv zeigen können und gute Werbung für die Stadt. Das Umland sieht uns und unser Angebot. Mancher kommt dann wieder." Etwa zum "Laden mit Herz", dem riesige Wollmengen gespendet wurden, die jetzt für den guten Zweck vom Kinderschutzbund verkauft werden. Oder zum Autohändler, zu dessen Traumwagenangebot man einfach nicht nein sagen kann.