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Wittlich-Land investiert in Bildung und Sicherheit

Wittlich-Land investiert in Bildung und Sicherheit

Der Verbandsgemeinderat Wittlich-Land hat einstimmig den Haushalt 2017 beschlossen. Er hat ein Volumen von 14,5 Millionen Euro und schließt im Ergebnishaushalt mit einem Plus von 130 000 Euro ab. Die VG will in diesem Jahr 4,8 Millionen Euro investieren, vor allem in Schulen und Feuerwehren.

Niersbach. Keine Kritik, dafür Lob für Bürgermeister Dennis Junk und die Verwaltung: Die Fraktionen im VG-Rat Wittlich-Land - CDU, FWG, SPD, FDP und Grüne - sind zufrieden mit dem vom VG-Chef vorgelegten Haushaltsentwurf. Er sei "solide, konservativ geplant und weise Potenzial zur Haushaltsverbesserung auf", hieß es.
Was die Bürger am meisten interessiert: Wo wird investiert? Die Gesamtsumme ist mit 4,8 Millionen Euro beachtlich. Allein in Bildung, sprich in die Grundschulen, fließen 1,3 Millionen Euro. Und das nicht nur in die Bauvorhaben in Hasborn, Hetzerath, Osann-Monzel und Manderscheid. Die VG wird rund 300 000 Euro für die Anschaffung von elektronischen Tafeln, sogenannten Smartboards und Tablet-Computern ausgeben. Eine Investition in die Bildung, die unisono begrüßt wurde.
Weitere dicke Posten sind die Anschaffung eines Löschfahrzeugs für Binsfeld, der Bau einer zentralen Feuerwehr-Werkstatt in Landscheid und der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Laufeld. Auch die Ortsgemeinden dürfen sich freuen: Die VG senkt den Umlagesatz in der VG Wittlich-Land Alt von 29,5 auf 29,2 und in der ehemaligen VG Manderscheid von 34,5 auf 34,2 Prozent. Dennoch steigen die Einnahmen aus dieser Quelle um rund 450 000 Euro. Der Sprecher der FWG-Fraktion, Ulrich Müller: "Das kann uns nur für den Moment erfreuen, denn nichts ist so unkalkulierbar wie die Einnahmen aufgrund einer florierenden Wirtschaftslage."
SPD-Sprecherin Angelika Brost schränkte ferner ein, dass die hohen Investitionen überwiegend fremdfinanziert werden müssten und die Verschuldung zum Jahresende auf 8,7 Millionen Euro steige.
Grünen-Sprecher Günter Theis verwies auf die leichte Erhöhung des Eigenkapitals auf knapp 15 Millionen Euro. Theis: "Im Gegensatz zu anderen Kommunen leben wir nicht von der Substanz. Das ist in der heutigen Zeit lange nicht selbstverständlich." Viel Lob gab es für VG-Chef Junk für dessen erfolgreiche Bemühungen um den Verkauf des ehemaligen Rathauses Manderscheid. In dem Gebäude eröffnet am 1. Juli dieses Jahres ein medizinisches Zentrum.
FDP-Sprecherin Rita Wagner ging auch auf das Thema Flüchtlinge ein. 414 Flüchtlinge lebten derzeit in der VG. Sie hätten hier eine neue Heimat gefunden und könnten in den Dörfern gut integriert werden.
Die Sanierung des inzwischen zu klein gewordenen Rathauses der VG in Wittlich wird wohl den Rat in den kommenden Jahren beschäftigen. CDU-Sprecher Franz-Josef Krumeich: "Ich hoffe dass die Landesregierung uns bei der Sanierung und Erweiterung des Rathauses unterstützt."Extra

Gute Nachricht für die Bürger in der ehemaligen VG Manderscheid: Sie müssen in diesem Jahr weniger Kanalgebühren zahlen. Bislang zahlten sie 2,32 Euro pro Kubikmeter, nun sind es 2,20 Euro. Die Bürger der VG Wittlich-Land Alt zahlen wie bisher 2,05 Euro. Die Gebühren für Trinkwasser, die bereits seit 2016 für beide ehemaligen Verbandsgemeinden angeglichen wurden, betragen unverändert 1,26 Euro pro Kubikmeter. simExtra

Der Verbandsgemeinderat Wittlich-Land hat einstimmig eine Stellungnahme wegen der Schließung von Filialen und SB-Automaten der Sparkasse Mittelmosel - Eifel Mosel Hunsrück verabschiedet. Die Sparkasse will diese Neustrukturierung zum 1. Februar umsetzen (der TV berichtete mehrmals). Der Rat fordert die Sparkasse auf, diese Entscheidung vorerst auszusetzen. Stark macht sich der Rat vor allem für die Beibehaltung des Service-Busses (mobile Geschäftsstelle), der im Kreis Bernkastel-Wittlich die Orte Haag, Horath, Berglicht, Heidenburg, Malborn, Deuselbach, Hoxel, Hundheim, Irmenach, Monzelfeld, Minderlittgen, Hupperath, Bergweiler, Niederkail, Niersbach, Gladbach, Bruch, Sehlem, Rivenich, Krames, Pohlbach, Bengel, Hontheim, Niederscheidweiler, Oberscheidweiler, Plein, Greimerath, Niederöfflingen, Gipperath, Oberöfflingen, Laufeld, Pantenburg, Bettenfeld und Eisenschmitt bislang einmal wöchentlich anfährt und die Bürger unter anderem mit Bargeld versorgt. sim