Wittlich-Land will Schadensersatz

Binsfeld · Bei den Untersuchungen zu möglicherweise krebserregenden Stoffen im Binsfelder Fischweiher (Kreis Bernkastel-Wittlich) ist in der kommenden Woche mit Ergebnissen zu rechnen. Von ihnen hängt ab, wer für die Beseitigung von Verunreinigungen verantwortlich ist.

Binsfeld. Die Untersuchungen der Struktur- und Genehmigungsbehörde (SGD) Nord und der Verbandsgemeindewerke Wittlich-Land im Binsfelder Fischweiher und in der Kläranlage Niederkail gehen weiter. Dort waren Perfluorierte Tenside (PFT) nachgewiesen worden. Diese Stoffe stehen im Verdacht, krebserregend zu sein. Die Untersuchungen sollen in den nächsten Wochen ausgewertet werden.
Zudem haben die Verbandsgemeindewerke Wittlich-Land beim Bund als Eigentümer des Flugplatzgeländes einen Antrag auf Schadensersatz für die bereits entstandenen Kosten zur Entsorgung des verunreinigten Klärschlamms eingereicht. Er wird derzeit bei der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (Bima) geprüft.
Veranstaltung für Bürger geplant


Vor den Herbstferien soll in Binsfeld zu einer Infoveranstaltung eingeladen werden, bei der Vertreter der SGD Nord die PFT-Belastungen und damit verbundenen Auswirkungen erläutern. Bei einem Treffen von Ulrich Kleemann, Präsident der SGD Nord, dem neuen Bürgermeister der VG Wittlich-Land, Dennis Junk, Ortsbürgermeister Walter Faber und regional betroffenen Bürgermeistern in Binsfeld war man sich einig, dass der Gewässerschutz Priorität habe. Das teilt Dietmar Johnen, Landtagsabgeordneter der Grünen, mit.
PFT sind in zahlreichen Gewässern, vor allem in der Nähe von Industrieanlagen und Flughäfen, zu finden, in Binsfeld allerdings mit hohen Werten. Dies hatte laut Johnen eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Blatzheim-Roegler ergeben (der TV berichtete). red