Berühmt durch Doc Caro Wittlicher „Christoph 10“ fliegt so oft zur Rettung wie kaum ein anderer

Wittlich · Unter den ADAC Luftrettern ist der Rettungshubschrauber Christoph 10 aus Wittlich ganz vorne mit dabei, was die Zahl der Einsätze angeht. Vor zwei Jahren ist er jedoch aus einem anderen Grund ins Rampenlicht gerückt – denn da stieß eine bekannte Notärztin zur Crew.

Die ADAC Luftrettung hat 2023 weniger Einsätze absolviert als im Vorjahr, laut Pressemitteilung liegt die Anzahl aber trotzdem „auf höchstem Niveau“.

Die ADAC Luftrettung hat 2023 weniger Einsätze absolviert als im Vorjahr, laut Pressemitteilung liegt die Anzahl aber trotzdem „auf höchstem Niveau“.

Foto: ADAC Mittelrhein / Thomas Frey

Wenn der Rettungshubschrauber kommt, ist das selten ein Grund zur Freunde. Denn das heißt meistens, es ist etwas Schlimmes passiert. Gleichzeitig bedeutet die Ankunft des Helis aber auch: Hilfe ist da, und wir kommen zügig ins Krankenhaus.

So viele Einsätze flog die ADAC Luftrettung – Hubschrauber aus Wittlich vorne mit dabei

Diese schnelle Rettung aus der Luft entscheidet oft über Leben und Tod – das war auch vergangenes Jahr häufig der Fall, wie Frédéric Bruder, der Geschäftsführer der ADAC Luftrettung, anlässlich der Jahresbilanz 2023 in einer Pressemitteilung betont. Dieser zufolge bewegt sich das Einsatzgeschehen der ADAC Luftrettung „weiter auf höchstem Niveau“. Die Rettungshubschrauber rückten 2023 deutschlandweit zu 51.347 Notfällen aus. Damit sind die Zahlen aber im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen, 2022 waren es nämlich 4.328 Einsätze mehr.

Unter den Hubschraubern der ADAC Luftrettung, die bundesweit am meisten fliegen, ist einer aus der Region Trier: „Christoph 10“ aus Wittlich hatte vergangenes Jahr 1.873 Einsätze und liegt damit in ganz Deutschland auf Rang Drei. Vor ihm sind nur „Christoph 23“ aus Koblenz und „Christoph 15“ aus dem bayerischen Straubing, die jeweils 2.020 Einsätze zu verzeichnen haben. Vergleicht man die Bundesländer miteinander, sind passend dazu in Bayern die meisten Einsätze geflogen worden, gefolgt von Rheinland-Pfalz.

Christoph 10 aus Wittlich rückte durch Notärztin Doc Caro schon einmal ins Rampenlicht

Damit rückt Christoph 10 aus Wittlich ins Rampenlicht – aber es ist nicht das erste Mal für den gelben Hubschrauber. Ende 2021 kam er schon einmal zu Berühmtheit, allerdings aus anderem Grund. Denn damals stieß eine in Deutschland bekannte Notärztin zur Crew der ADAC-Luftrettung in Wittlich: Dr. Carola Holzner, besser bekannt als Doc Caro.

Die Notfallmedizinerin ist durch die Sozialen Medien, aber auch ihre Bücher und Fernsehauftritte bekannt geworden. So war sie zunächst in der Serie „Doc Caro – Einsatz mit Herz“ auf Sat.1 zu sehen, die aber nach nur einer Staffel beendet wurde. Vergangenen Herbst kehrte sie mit dem Format „Doc Caro – Jedes Leben zählt“ auf die Mattscheibe zurück, das auf Vox ausgestrahlt wurde. Eine zweite Staffel ist laut Doc Caros Homepage für Herbst 2024 angekündigt.

 Doc Caro 2023 bei einer Lesung in Klausen.

Doc Caro 2023 bei einer Lesung in Klausen.

Foto: Bents Christina

In Wittlich hat die Medizinerin nicht nur gemeinsam mit ihren Kollegen und Ersthelfern Leben gerettet. Dort kreuzten sich auch die Wege von Doc Caro und ihrem jetzigen Ehemann, dem Rettungshubschrauberpiloten Jens Richter. Zwar ist nicht genau bekannt, wann und wo sie sich kennen- und lieben lernten. Fest steht jedoch, dass die beiden sich am 10. November 2023 das Ja-Wort im Standesamt gaben.

Das waren die häufigsten Gründe für Einsätze der Rettungshubschrauber

Doch von der Liebe zurück zu den Zahlen in die Gegenwart. Denn in der Statistik der ADAC Luftrettung ist nicht nur verzeichnet, zu wie vielen Einsätzen die Hubschrauber 2023 ausrückten, sondern auch, was die häufigsten Gründe dafür waren:

  • 30 Prozent: Verletzungen nach Unfällen
  • 26 Prozent: Notfälle des Herz-Kreislauf-Systems, zum Beispiel Herzinfarkte
  • 13 Prozent: neurologische Notfälle, zum Beispiel Schlaganfälle
  • 8 Prozent: Notfall des Atmungssystems, zum Beispiel akute Atemnot.

Um in solchen und weiteren Notfällen die Versorgung aus der Luft sicherzustellen, arbeiten für die ADAC Luftrettung und deren Tochterunternehmen bundesweit mehr als 1350 Menschen. Die ADAC Luftrettung gehört damit nach eigenen Angaben zu einer der größten Luftrettungsorganisationen Europas.

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