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Wittlicher Aufnahmeeinrichtung wird künftig von Trier aus mitbetreut

Wittlicher Aufnahmeeinrichtung wird künftig von Trier aus mitbetreut

Axel Schaumburger, Leiter der Wittlicher Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA), gibt zum 1. April sein Amt ab. Künftig wird die Einrichtung, die eine Nebenstelle der AfA Trier ist, von dort aus mitbetreut. Für den bisherigen Ablauf rund um die AfA gibt es von allen Seiten Lob.

Axel Schaumburger hatte in seiner Rede vor den Mitgliedern des Wittlicher Stadtrats viel Gutes zu berichten. Der kommissarische Leiter der Wittlicher Aufnahmeeinrichtung für Asylbegehrende (AfA) wird zum 1. April von seinem Amt entpflichtet. Er gab auf Einladung von Bürgermeister Joachim Rodenkirch einen kurzen Überblick über seine Arbeit in Wittlich in den vergangenen Monaten.

Schaumburger lobte die "tolle Unterstützung" durch die Stadt Wittlich, Landrat Gregor Eibes und die örtliche Polizei. Zu Beginn habe es, so Axel Schaumburger, Probleme mit der Trinkwasserversorgung gegeben, wodurch die Einrichtung nur für eine Mindestbelegung nutzbar war.

Die AfA Wittlich ist für bis zu 1500 Flüchtlinge ausgelegt, in der Region hat nur die AfA in Trier-Nord Platz für mehr Menschen. Derzeit leben rund 450 Flüchtlinge in der Wittlicher Einrichtung auf dem ehemaligen Gelände des Hela-Markts in der Schlossstraße.

Auch Hans-Werner Steffen, Geschäftsführer des DRK-Kreisverbands Bernkastel-Wittlich, der die Wittlicher AfA betreut, lobt die bisherigen Abläufe. Steffen: "Es ist ein sehr gutes Miteinander zwischen Justiz, Landkreis, Polizei, Stadt und uns. Alle haben sich gegenseitig unterstützt, so dass es möglichst reibungslos lief."

Laut Schaumburger ist auch die Mitarbeits- und Mitmachbereitschaft unter den Flüchtlingen bisher groß gewesen. "Es gibt nur ganz, ganz wenige, die nicht arbeiten wollen", sagte der Leiter.

DRK-Geschäftsführer Steffen lobte auch das große Engagement der Bevölkerung und der Mitarbeiter vor Ort. "Wir haben sehr viele Kleiderspenden bekommen und wurden von den Bürgern sehr unterstützt", sagte er. Das bestätigte auch DRK-Kreisverbandsvorsitzender Walter Densborn. "Wir haben mit unseren Leuten sehr engagiert gearbeitet und viel dafür getan, dass es eine ansehnliche Einrichtung geworden ist."

Densborn ist "sehr zufrieden mit den Abläufen". Für die Zukunft wünscht er sich lediglich, dass "wir als DRK etwas mehr Kompetenzen haben, auch in finanzieller Hinsicht". So könnten Entscheidungen im täglichen Ablauf schneller getroffen werden.

Auch technische Probleme am Gebäude sind fast alle behoben. Hans-Werner Steffen: "Wir haben die Technik fast im Griff."

Derzeit müssen noch letzte Probleme in punkto Brandschutz gelöst werden, dann könnten rein theoretisch mehr Flüchtlinge aufgenommen werden. Aber: "Eine Belegung mit 1500 Menschen ist derzeit nicht absehbar", sagt Axel Schaumburger. Grund dafür ist die zurückgehende Zahl von Flüchtlingen, die nach Deutschland kommen. In der Regel blieben, so der scheidende Leiter, die Asylsuchenden fünf bis sechs Wochen in der Wittlicher AfA.

Anstelle von Axel Schaumburger wird die AfA Wittlich ab dem 1. April von Trier aus geleitet.

ADD-Pressesprecher Nikolai Zaplatynski: "Wittlich ist eine Außenstelle der AfA Trier. Die Betreuung wird künftig über Personal der AfA Trier gewährleistet."