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Wittlicher bekommen ihren eigenen Jugendbus

Bereit für Ausflüge: : Wittlichs Jugend ist jetzt mobiler

Nicht als Taxi gedacht ist der neue Transporter der Stadt Wittlich. Damit wird das Angebot der offenen Jugendarbeit offener und flexibler.

Eine Höchstgeschwindigkeit von 150 Stundenkilometern, 145 PS und Platz für neun Fahrgäste: So präsentiert sich der neue Jugendbus der Stadt Wittlich in klassischem Weiß  mit den Logos der Sponsoren-Firmen und dem Schriftzug Stadt.

Bisher sind die Jugendlichen, die an den offenen Angeboten der Jugendhilfe der Stadt Wittlich teilgenommen haben, mit angemieteten Bussen gefahren. Dazu sagt Daniel Scharfbillig, Pädagoge im Haus der Jugend: „Wir mussten uns dann, beispielsweise wenn wir im Rahmen der Ferienfreizeit Ausflüge angeboten haben, nach den freien Terminen bei den Busunternehmen richten. Jetzt können wir viel spontaner sein.“ Ausprobiert haben sie den Bus schon bei einem Ausflug nach Bitburg zum Eislaufen und zum Bowlen nach Trier. Das ginge ohne den Bus nicht. „Auch Jugendliche aus Bombogen können jetzt mal mit dem Bus ins Schwimmbad nach Wittlich“, erklärt Luisa Lauterbach, Jugendkoordinatorin.

Nutzen dürfen den Bus die Vertreter der Jugendräume in Wittlich-Stadt und den Stadtteilen, aber auch die Mitglieder der Jugendfeuerwehr oder des Jugendparlaments können mit dem Bus fahren. Jan Musweiler Leiter der Ordnungsverwaltung der Stadt Wittlich, sagt: „Wenn sich beispielsweise der Stadtrat ein Projekt in einer anderen Region ansehen will und der Bus wird an diesem Tag nicht von der Jugend benötigt, kann er auch für solche Zwecke eingesetzt werden.“

Nicht gedacht ist er als Jugendtaxi, mit dem sich beispielsweise Jugendliche nach Veranstaltungen in Bernkastel-Kues nach Hause fahren lassen können.

Joachim Rodenkirch, Bürgermeister der Stadt Wittlich, hat das Engagement der Sponsoren gelobt. Er meint: „Es gibt viel Bereitschaft, auch im Stillen zu unterstützen. Ohne das wäre die Finanzierung schwierig.“

Der Bus, der etwa 35 000 Euro kostet und ein Euro-6-Diesel ist, bietet auch Platz genug, um beispielsweise beim Mädchenflohmarkt eingesetzt zu werden oder auch Rollstuhlfahrer mitzunehmen.