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Wittlicher Fastnachtsumzug - Deutlich mehr Teilnehmer angemeldet als im Vorjahr

Kostenpflichtiger Inhalt: Karneval : Wittlicher Fastnachtsumzug - Deutlich mehr Teilnehmer angemeldet als im Vorjahr

Der Karnevalsumzug in Wittlich ist für viele Jecken jedes Jahr eines der Highlights der Saison. Um so erfreulicher ist es, dass die Anmeldezahlen in diesem Jahr deutlich angestiegen sind.

Thomas Rauen, Zugleiter der Wittlicher Narrenzunft Rot-Weiß, sagt, dass es im Vergleich zu den 495 Teilnehmern im vergangenen Jahr dieses Jahr schon 650 Anmeldungen gab.

Und das, obwohl zwei große Gruppen abgesprungen sind. „Der Ansturm in diesem Jahr ist groß, und es wird Wagen in allen Größen, von Bollerwagen bis LKW, geben“, sagt Rauen. Woran genau die Steigerung liegt, kann er nicht erklären, aber „der Zug ist immer schön und gut besucht, da lohnt es sich auch mitzulaufen“.

Genaue Richtlinien für die Teilnahme an Brauchtumsumzügen gibt es in Wittlich schon seit etwa zehn Jahren. Die Absprache mit dem Ordnungsamt ist für Rauen dabei auch sehr wichtig. In einigen Gemeinden wurden die Richtlinien in den vergangenen Jahren allerdings verschärft.

Das hat unter anderem dazu geführt, dass es in den Karnevalsvereinen die Sorge gab, den Vorgaben nicht mehr zu entsprechen und deshalb nicht am Umzug teilnehmen zu können. Ein Beispiel dafür ist Gonzerath im Hunsrück: Sascha Reitz, Beisitzer im Gonzerather Karnevalsverein  Hejele in Gonzerath, erzählt, wieso das mittlerweile aber kein Problem mehr ist.

Im vergangenen Jahr habe der Verein ein Schreiben von den Rheinischen Karnevals-Korporationen (RKK) und der Arbeitsgemeinschaft Koblenzer Karneval (AKK) bekommen, in dem eine Lockerung für die Teilnahme an den Umzügen geschildert wurde. Dabei wurde vorgegeben, dass nicht nur die Fahrzeuge, die eine Betriebserlaubnis haben, zu den Umzügen zugelassen sind, sondern auch andere. Zum Beispiel für landwirtschaftliche Fahrzeuge oder selbstgebaute Wagen gelte eine Extraregelung, erzählt Reitz. Für diese Wagen müsse ein amtlicher Sachverständiger ein Gutachten ausstellen, das besage, dass das Fahrzeug sicher sei und für den Brauchtumsumzug genutzt werden könne.

„Das ist der Grund, weshalb die Anmeldezahlen in Gonzerath nicht zurückgegangen sind“, erklärt Reitz. „Wäre es bei den Richtlinien ohne diese Lockerung geblieben, wären einige  abgesprungen“, fügt er hinzu. Für den Umzug an Fastnachtsdienstag gibt es dort bisher 20 Anmeldungen, 14 Motivwagen und sechs Fußgruppen.