s: Wittlicher gedenken der Nazi-Opfer

s : Wittlicher gedenken der Nazi-Opfer

(red) Der Arbeitskreis „Jüdische Gemeinde Wittlich“, das Emil-Frank-Institut und das Kulturamt der Stadt Wittlich laden zu einer Veranstaltung zum Gedenken der Opfer des Nationalsozialismus ein. Aus organisatorischen Gründen findet die Veranstaltung in diesem Jahr bereits am Freitag, 26. Januar, statt. Beginnen wird der Abend um 18 Uhr mit einem Gedenkgottesdienst in der Autobahn- und Radwegekirche St. Paul in Wittlich-Wengerohr. Veranstalter ist hier der Förderverein Autobahnkirche St. Paul.

Um 19  Uhr beginnt dann in der Kultur- und Tagungsstätte Synagoge,  die eigentliche Gedenkveranstaltung. Anlässlich des Karl-Marx-Jahres 2018 werden Referate zum jüdischstämmigen Marxisten aus Wittlich, Erich Glückauf, von Franz-Josef Schmit sowie der Südwesteifel, Peter Noah, von Ullrich Papschik gehalten.

Beide wurden verfolgt und lebten und wirkten nach 1945 in der DDR, wo sie später jedoch auch in Ungnade fielen.

Erich Glückauf wurde 1903 in Wittlich geboren und starb 1977 in Ost-Berlin. Der Bergmann trat 1922 der KPD bei und arbeitete ab 1923 als Parteijournalist, wurde 1927 Sekretär der KPD-Reichstagsfraktion. Während des Nationalsozialismus floh er nach Skandinavien und lebte nach 1945 in Ostdeutschland und der Sowjetunion.Der Eintritt zu beiden Gedenkveranstaltungen ist frei.