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Wittlicher Handballerinnen verkaufen Schutzmasken in Vereinsfarben der HSG

Corona : Mit Masken dem Verein helfen

Die Wittlicher Handballerinnen engagieren sich: Spielerin Carolin Ambros hat Schutzmasken in Vereinsfarben genäht, der Erlös ist für die Jugendarbeit und die Tafel.

Die Wittlicher Handballerinnen haben es in die Hand genommen: Sie wollen mit ihren selbst gestalteten Schutzmasken, deren Einnahmen gespendet werden, ein Zeichen in der Corona-Krise setzen. Die Idee hatte die erste Frauenmannschaft der Handballspielgemeinschaft (HSG) Wittlich gemeinsam, umgesetzt hat sie schließlich Spielerin Carolin Ambros. „Ich nähe ab und zu“, sagte die 25-Jährige dem TV. Gesagt, getan - just am Tag, als in ganz Deutschland die Maskenpflicht beim Einkaufen und in Bussen und Bahnen in Kraft trat, hatte Ambros 60 Stoffmasken in den Vereinsfarben Blau und Rot fertig. „Mas­kiert euch und unterstützt uns“, ist der Leitspruch der Handballerinnen, die gerade in die 3. Bundesliga aufgestiegen sind.

Seit Monaten führte die Mannschaft von Trainer Thomas Feilen die Tabelle der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar an, eine Aufstiegs- und Meisterfeier gab es aber nicht – denn die Saison wurde im März wegen Corona abgebrochen, der Aufstieg wurde also am grünen Tisch und nicht auf dem Feld entschieden. „Und daher dürfen wir uns leider auch nicht Meister nennen, aber die Aufstiegsfeier holen wir auf jeden Fall nach, wenn wir uns wieder treffen dürfen. Wir hätten die Saison unglaublich gerne zu Ende gespielt, denn der Aufstieg ist absolut verdient“, sagt Ambros, die seit acht Jahren für die HSG auf der Rechtsaußenposition spielt, über den größten Erfolg der über 25-jährigen Vereinsgeschichte.

Weil wegen des Saisonabbruchs in allen Ligen – nicht nur bei der Frauenmannschaft – die Einnahmen aus Karten und Getränkeverkauf in der HSG-Vereinskasse fehlen, überlegten sich die Frauen wie sie den Verein unterstützen könnten – und kamen auf die Idee mit den Masken. Stoff und Gummi spendete Stefan Schmitt, der Physiotherapeut der Mannschaft. Für zehn Euro können (nicht nur) HSG-Fans die Masken nun via Facebook (facebook.com/HSG-Wittlich-eV-Damen-I-II) oder per Mail an helen.schieke@gmail.com bestellen – und damit sich und andere schützen und einen guten Zweck unterstützen. Acht Euro gehen an die Jugendarbeit der HSG, zwei Euro werden an die Wittlicher Tafel gespendet.

„Rund 40 Masken sind schon bestellt, aber wenn mehr als die bereits produzierten 60 verkauft werden, wird natürlich für Nachschub gesorgt“, sagt Ambros: „Es geht uns darum, dem Verein zu helfen, etwas Gutes zu tun, aber auch ein Zeichen zu setzen, wie man mit dieser Situation auskommen kann.“ Und das passt dann auch zum von der HSG übernommenen Motto „Wir.Ihr.Alle.“, das vom Deutschen Handballbund eigentlich für eine Ehrenamtskampagne gedacht war – in Zeiten von Corona aber eine neue Bedeutung erhält.