Wittlicher Jugendarbeit: Neues Team und neue Trägerschaft

Wittlicher Jugendarbeit: Neues Team und neue Trägerschaft

Die Arbeiterwohlfahrt hat die Trägerschaft des Haus der Jugend an die Stadt abgegeben. Die hat dies zum Anlass genommen, ihre Jugendarbeit in der Stadt neu zu organisieren. Koordinator Johannes Schmidt ist Ansprechpartner für alle Jugendbereiche. Ihm zur Seite steht Patrycja Murawska und eine weitere halbe Stelle wird im Oktober besetzt.

Eigentlich sieht alles aus wie immer im Haus der Jugend: An den Billardtischen wird gespielt, auf den Sofas sitzen Jugendliche zusammen und unterhalten sich, genauso wie draußen.

Und dennoch ist im Haus der Jugend nicht mehr alles wie es einmal war: AWO-Mitarbeiter Hans Floter hat nach 26 Jahren gekündigt und ist Ende Juni diesen Jahres gegangen.

"Das ist natürlich eine große Veränderung, Hans Floter- oder Flutsch, wie ihn alle genannt haben, war eine Institution", sagt Rainer Stöckicht, Büroleiter der Stadt. Inzwischen ist die Trägerschaft des Haus der Jugend auf die Stadt übergegangen und die Hausleitung liegt beim Jugendkoordinator Johannes Schmidt, der seit April 2015 im Amt ist.

Neu ist seitdem, dass es eine Ferienfreizeit vom Haus der Jugend gibt, mit verschiedenen Tagesangeboten, beispielsweise war man ins Phantasialand nach Brühl, hat einen Tag am Triolago bei Riol verbracht und ist Kanu auf der Sauer gefahren.

Johannes Schmidt berichtet: "In diesem Jahr haben wir die Freizeit zum zweiten Mal in den Sommerferien angeboten und hatten zwischen 13 und 25 Teilnehmer, damit waren wir sehr zufrieden. Ich kann mir auch gut vorstellen, das ganze auszubauen und in allen Ferien ein Angebot zu machen."

Derzeit sind er und die studierte Sozialpädagogin Patrycja Murawska Ansprechpartner im Haus der Jugend. Für Patrycja Murawska ist es ihre erste Stelle nach dem Studium und sie kennt das Haus der Jugend, denn sie hat hier bereits ein Jahr Praktikum gemacht.

Ab Oktober wird ein weiterer Kollege mit einer halben Stelle dazu kommen und das Team vervollständigen. "Dann muss sich die Gruppe neu finden und konzeptionell ausrichten. Dabei wird es sicher auch Veränderungen geben", so Stöckicht.

Fest steht momentan, dass der Konzertbetrieb durch die Anschaffung einer neuen Musikanlage sicher gestellt ist und das Repair-Café soll weiter laufen. Dazu sagt Jugendkoordinator Johannes Schmidt: "Generell wollen wir gucken, dass alle Angebote beibehalten werden können. Neue Leute bringen aber auch neue Ideen. Deshalb wird es sicher auch andere Angebote und Schwerpunktsetzungen geben."

Der Jugendkoordinator ist nicht nur für das Haus der Jugend zuständig, sondern hat zudem Weisungsbefugnis für den Jugendraum Bombogen. Für die selbstverwalteten Jugendräume Dorf, Lüxem und Wengerohr ist er Ansprechpartner. Rainer Stöckicht, erklärt: "Er bildet eine offene Beratungs- und Anlaufstelle für alle Kinder, Jugendliche, Eltern, haupt- und ehrenamtliche Mitarbeiter der Jugendhilfe sowie für Grund- und weiterführende Schulen."

Weiter berichtet er: "Durch ein aufgebautes Netzwerk zu verschiedenen Einrichtungen kann er schnell reagieren und vermitteln."

Der finanzielle Aufwand erhöht sich bei der Stadt Wittlich durch die Neuorganisation der Jugendarbeit um 5000 Euro. Bisher hat die Stadt einen Personalkostenzuschuss von rund 56. 000 Euro an die AWO gezahlt. Insgesamt kalkuliert die Stadt Wittlich jährlich mit einen Betrag von 150. 000 Euro für die Jugendarbeit. Darin sind bereits die Personalkosten enthalten.