Wittlicher Jugendwehr holt Gold

Der Stadtfeuerwehrverband Trier hat seinen 30. Geburtstag mit der Ausrichtung des Bezirkswettkampfs gefeiert.

Wittlich/Trier Der Hof des Brand- und Katastrophenschutzzentrums (BKSZ) in Ehrang ist voller blauer Uniformen mit orangenem Schulterstoff. Manche Jungs und Mädels tragen bereits ihre Helme, andere stärken sich noch schnell mit einer Bratwurst. Vordergründig sieht es aus, als ob ein großes Team der Jugendfeuerwehren bereitsteht. Aber bei genauem Hinsehen ist klar: Hier warten elf Mannschaften darauf, sich miteinander zu messen. Der Stadtjugendfeuerwehrverband Trier begeht in diesem Jahr sein 30-jähriges Bestehen. Um dies zu feiern, richtete er den Bezirkswettkampf der Jugendfeuerwehren auf dem BKSZ-Gelände aus. Gleichzeitig wurde Kai Wollscheid als Stadtjugendfeuerwehrwart nach fünfjähriger Amtszeit verabschiedet. Er gibt sein Ehrenamt aus privaten und beruflichen Gründen an Haiko Kratz ab.
Derweil startet das Team der Jugendfeuerwehr Brecht an der ersten Station. Fünf weiße Wasserschläuche fliegen im Bogen nach vorne und rollen sich aus. Schnell werden sie auf volle Länge ausgezogen. Dann sind Kraft und Fingerspitzengefühl gefragt. Die Jungs und Mädels rollen die Schläuche wieder auf. Ihre Begleiter feuern sie tatkräftig an. Und schon liegen wieder fünf doppelt aufgewickelte Schläuche hinter der Ziellinie. Geschafft.
Am Wettbewerb teilnehmen dürfen jeweils die besten zwei Mannschaften aus den Landkreisen Trier-Saarburg (Oberbillig und Lampaden) und Bernkastel-Wittlich (Wintrich und Kesten), dem Eifelkreis Bitburg-Prüm (Sülm und Brecht), dem Vulkaneifelkreis (Hillesheim und Pützbachtal) und der Stadt Trier (Kürenz und Zewen). Zusammen mit dem Titelverteidiger des letzten Bezirkswettbewerbs (Wittlich) standen elf Teams in den Startlöchern.
Ziel des Bezirkswettkampfs sei es, das Gemeinschaftsgefühl der Jugendfeuerwehren über die Kreisgrenzen hinaus zu festigen, erklärt Kai Wollscheid und ergänzt: "Es ist wie im Fußballverein: Da will auch keiner auf der Bank sitzen, sondern spielen. Die Löschzüge agieren im Ernstfall, die Jugendwehren bei den Wettkämpfen. Denn das Gelernte will auch einmal angewendet werden." Für Barbara Lauer vom Fachbereich Öffentlichkeitsarbeit der Stadtjugendfeuerwehr ist die vermittelte Sozialkompetenz sehr wichtig. Bei der Feuerwehr lernten die Kinder, im Team zu arbeiten und Verantwortung für die anderen zu übernehmen.
"Bereit, Männer?", fragt ein Mitglied der Jugendfeuerwehr Sülm und schaut seine Kameraden ernst an. Diese bejahen.
Schon greifen die Ersten routiniert die einzelnen Rohre der Saugleitung und legen sie vor eine Pumpe in Reihe. Ruhig und doch mit nötigem Druck schrauben sie die Elemente zusammen, befestigen den Saugkorb und schließen alles an die Pumpe an. Wichtig sind neben den technischen Abläufen die richtigen Kommandos zur richtigen Zeit. "Saugleitung zu Wasser", ertönt der letzte Befehl, und die Zeit wird gestoppt.
Insgesamt 112 junge Feuerwehrleute traten beim Wettkampf an. Keinem Team war ein siegessicherer Blick anzusehen. Schließlich gewann die Jugendfeuerwehr aus Wittlich Gold, das Team aus Trier-Kürenz holte Silber und die Wehr aus Oberbillig Bronze.
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