Wittlicher Kirchengemeinden gehen neue Wege

Wittlich · Durch die Strukturreform „Projekt 2020“ des Bistums werden Pfarreiengemeinschaften großflächig zusammengelegt. Für das Dekanat Wittlich bedeutet dies, dass von den 13 Pfarreingemeinschaften nach der Reform noch sechs übrig sind.

(sos) Haupt- und Ehrenamtliche suchen derzeit nach Wegen, wie die Gemeinden zusammenwachsen können. Da stellt sich beispielsweise der Pfarreienrat in den Gottesdiensten der einzelnen Orte vor, und die Firmvorbereitung wird zusammen bestritten. Im Bistums Trier sollen aus 389 pastoralen Einheiten (Pfarreien, Pfarreiengemeinschaften und Seelsorgeeinheiten) 180 werden. Für das Dekanat Wittlich bedeutet dies, dass von den 13 Pfarreingemeinschaften nach der Reform noch sechs übrig sind.

Die sechs Gemeinschaften sind Wittlich St. Markus, Manderscheid St. Hubertus, Kinderbeuern Heilige Drei Könige, Landscheid St. Gertrud, Salmtal St. Martin und Traben-Trarbach St. Nikolaus. Die Wittlicher haben bereits seit drei Jahren einen gemeinsamen Pfarreienrat mit Lüxem, Bombogen, St. Bernhard und St. Markus. Bisher werden 10.517 Katholiken in der Pfarreiengemeinschaft betreut.

Durch die Reform kommen am 1. September 2011 mit der Pfarreiengemeinschaft Wengerohr, Platten, Altrich 3314 Katholiken dazu. Personal für diesen Raum fällt dann allerdings weg. Mittelfristig gibt es dort einen Pastor, einen Kooperator und eine Gemeindereferentin weniger. Für die 13.831 Katholiken sind ein leitender Pfarrer, ein Kooperator (Priester), ein Diakon im Zivilberuf und zwei Gemeindereferentinnen vorgesehen.

Auch die Zahl der Gottesdienste wird schrumpfen. Dass an jedem Wochenende in jedem Ort eine Messe gefeiert wird, gehört dann wohl der Vergangenheit an. In den Kirchen werden abwechselnd Gottesdienste, Wortgottesdienste mit und ohne Kommunion und Andachten stattfinden.