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Wittlicher Sportler erhalten 75 Medaillen.

Sport : Medaillenregen für Wittlichs Sportler

Die Säubrennerstadt hat 75 seiner erfolgreichsten Wettkämpfer geehrt. 6500 Menschen sind in den Vereinen organisiert.

Mit  einem Donnerschlag eröffnete Joachim Rodenkirch die Sportlerehrung der Stadt Wittlich. „Die Spiele können beginnen“, sagte der Bürgermeister gefolgt vom Grollen des Gewitters, das sich über der Säubrennerstadt austobte. Während rund um die Synagoge ein Wolkenbruch niederging, regnete es drinnen Medaillen für 75 der besten Sportler Wittlicher Vereine. Geehrt wurden Verbands- und Landesmeister, Medaillengewinner bei deutschen Meisterschaften und Europa- und Weltmeisterschaftsteilnehmern. „Wir sind keine Großstadt, aber wir sind groß – in der Wirtschaft und auch im Sport“, sagte Rodenkirch stolz.

Rund 6500 Vereinsmitglieder treiben in Wittlich in 27 Vereinen Sport. Von den D-Jugend-Rheinlandmeisterinnen der Handball-Spielgemeinschaft über den Automobil-, Boule-, Karate-, Radsport- und Schachclub bis hin zu den mitgliederstarken Multisportvereinen PSV Wengerohr und Wittlicher TV mit ihren vielen Abteilungen waren sie auf der Sportlerehrung vertreten.

Der älteste Sportverein der Stadt ist die 1882 gegründete Schützengesellschaft. Einer der jüngsten der Sport- und Kulturverein Integra (im Vereinsregister seit 2001).

Die Stadt unterstütze den Sport über die Bereitstellung von Sporthallen und -plätzen auch finanziell. Sorgenfalten zeichnen sich beim Bürgermeister natürlich angesichts des Millionenprojekts Schwimmbad-Renovierung ab. Viele Wünsche und gute Ideen gibt es. „Der begrenzende Faktor ist das Geld“, machte Rodenkirch klar, betonte aber auch, dass wettkampfmäßiges Schwimmen weiterhin in Wittlich möglich sein soll. Dass Wettkämpfe das Salz in der Sport-Suppe sind, ein entscheidender Motivationsfaktor, zeigte sich an den Seniorensportlern. „So lange es die Gesundheit zulässt, bin ich dabei“, sagte Peter Schröder. Der 82-Jährige wurde 2017 bei den Über-80-Jährigen südwestdeutscher Seniorenmeister über 200 Meter. Die Titelverteidigung am 17. Juni in Trier ist das Ziel.

Für die Jüngeren sind Wettkämpfe der Grund, neben Ausbildung oder Beruf ein intensives Training durchzuziehen.

Täglich zwei Übungseinheiten sind für Robert Lau die Regel, nicht die Ausnahme. „Ich gehe vor der Arbeit trainieren und danach. Man muss halt manchmal auf die Zähne beißen“, erzählte  der Integra-Kampfsportler, der bei den Weltmeisterschaften die Bronzemedaille gewann.

„Die Sportlerehrung hat auch den Sinn, dass diese Leistungen Anerkennung finden“, erklärte Rodenkirch, bevor nach dem offiziellen Teil die Band at.tension die lockeren Gespräche unter den Sportlern musikalisch untermalte.