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Wittlicher Tafel erfährt viel Unterstützung

Benefiz : Wittlicher Tafel zieht in Corona-Zeiten Bilanz

Seit fünf Monaten ist die Wittlicher Tafel nach der Corona-bedingten Schließung wieder am Start. Das teilt der Caritas-Verband Mosel-Eifel-Hunsrück mit. Keine leichte Zeit, die die Organisatoren  immer wieder vor neue Herausforderungen stellt, das sagt Anja Adam, Koordinatorin bei der Tafel.

Gut vier Wochen war die Tafel komplett geschlossen. Das sei nicht viel Zeit gewesen, einen derartigen Betrieb wie die Tafel entsprechend  der geltenden und sich immer wieder verändernden Vorschriften neu zu organisieren, so Adam.

Die größte Schwierigkeit sei die Altersstruktur der 100 Ehrenamtlichen, von denen gerade mal zwölf unter 60 Jahre alt waren. Mit einem kleinen ehrenamtlichen Team konnte ein erster Notbetrieb aufgebaut werden. Mittlerweile seien die meisten der Ehrenamtlichen wieder im Dienst, allerdings  unter besonderen Arbeitsbedingungen, sagt Ilona Justen, die die Arbeit vor Ort organisiert.

Den nötigen Anschub zum Neustart gab die Firma Dr. Oetker, die die Ausgabetheken im Tafelladen mit Plexiglasverkleidungen versah und zudem Kühlboxen zur Auslieferung zur Verfügung stellte. Regelmäßige Unterstützung erhält die Tafel nach wie vor von den Lebensmittelmärkten, die das Lager der Tafel füllen. Aufgrund der veränderten Bedingungen werden die Lebensmittel zurzeit vorab in Tüten verpackt. Das sei eine weitere Herausforderung, denn die Kunden hätten bis dahin immer ihre eigenen Behältnisse mitgebracht. Auch in dem Punkt habe die Wittlicher Tafel aufgrund zahlreicher Tütenspenden sehr schnell Unterstützung erfahren, unter anderem vom Lionsclub Mittelmosel und der Firma Papier Mettler in Morbach. Die Kunden würden die neue Situation meist geduldig mittragen.  Denn auch für sie sei es eine Umstellung gewesen. Konnten sie doch früher die Ware selbst aussuchen, so müssen sie sich nun darauf verlassen, was die Ehrenamtlichen ihnen in die Tüten packen. Die Wittlicher Tafel bedankt sich bei allen Unterstützern. Auch auf die finanzielle Unterstützung aus der Bevölkerung ist die Tafel angewiesen, da sie sich nur aus Spendengeld und dem symbolischen Beitrag, den die Kunden bei der Tafelausgabe leisten, finanziert. Die wöchentlichen Einnahmen haben sich jedoch durch die Umsetzung der Corona-Maßnahmen halbiert, da die Kunden nur noch im wöchentlichen Wechsel kommen können, um die Abstandsregeln einhalten zu können.

Und das sind die Spendenkonten der Wittlicher Tafel: Sparkasse  Mittelmosel: BIC MALADE51BKS; IBAN  DE 35 5875 1230 0032 2053 38 oder VVR-Bank Wittlich BIC GENODED1WTL; IBAN DE69 5876 0954 0100 0502 00; STICHWORT: TAFEL.


Weitere Informationen zur Wittlicher Tafel gibt es bei  Anja Adam, Caritasverband, Telefon 06571/9155-21 und auf der Homepage www.caritas-mosel-eifel-hunsrueck.de