Witzige Ideen gefragt

Damit die Geschäfte auch in Zukunft laufen, haben sich Gonzerather Gewerbetreibende zusammengesetzt und gemeinsam überlegt, wie der 1200-Seelen- Ort auch für auswärtige Kunden attraktiver werden kann. Die Diskussion im Gasthaus "Zur Linde" lief auf den Wandertourismus und die Nutzer des Saar-Hunsrück-Steigs als Zielgruppe hinaus.

Gonzerath. (doth) Gemeinsame Sache zum Wohle der Kunden wollen Gonzerather Gewerbetreibende machen, damit ihr Ort und die Geschäfte wieder "in aller Munde" sind. Mit dem "Gonzada Daach" hatte man es vor Jahren schon einmal geschafft, mehr Menschen in den Ort zu bringen.

"Wir müssen wieder bei null beginnen", macht Initiator Frank Klein klar, der 26 seiner Kollegen zur Diskussionsrunde begrüßte.

Zunächst kam die Rede auf die schnelle Internet-Verbindung DSL. "In einem Jahr ist DSL bei uns fertig", schätzt Ortsvorsteher Dietmar Thömmes.

Der Vorsitzende des Morbacher Gewerbe- und Verkehrsvereins, Kurt Müllers, riet zu einem "Binnenmarketing". Es gelte, Stärken und Gemeinsamkeiten hervorzuheben und vor allem an sich selbst zu glauben. Witzige Ideen seien gefragt.

Rolf Becker, bei der Gemeinde Morbach für Standortmarketing zuständig, riet davon ab, schon Dagewesenes zu kopieren: "Sie müssen eine einzigartige Veranstaltung kreieren."

Immer stärker verdichtete sich die Diskussion auf die Nutzung des Wandertourismus, zunächst einmal in der Gastronomie. Dafür sollten die örtlichen Gastronomiebetriebe sich erst einmal mit ihren Öffnungszeiten abstimmen, damit Wanderer immer einen offenen Gasthof vorfinden, so der Rat mehrerer Teilnehmer.

Einen guten Unterstützer fanden die Geschäftsleute im Vorsitzenden des Heimatvereins, Willi Gorges, der jetzt eine Arbeitsgruppe "Wander- und Radtourismus" leitet. Ideen sollen erst im kleinen Kreis entwickelt und dann der Versammlung in sechs bis acht Wochen vorgestellt werden. In seinem Resümee stellte Frank Klein fest: "Wir sind dazu verdammt, über unseren Schatten zu springen und ein Alleinstellungsmerkmal zu finden."