Wo ist noch Platz für Wohnraum? Ziel ist eine gesteuerte Entwicklung

Wo ist noch Platz für Wohnraum? Ziel ist eine gesteuerte Entwicklung

Da Wittlichs Bevölkerungszahl weiter steigen wird, bleibt für die Stadtpolitik auch weiterhin die Entwicklung von Neubauflächen ein Thema. Dabei will man weiter auf die Strategie setzen, hauptsächlich Gelände in städtischem Eigentum zu entwickeln.

Wittlich. Der Wirtschaftsstandort Wittlich boomt. Das schafft eine Nachfrage nach Baugrundstücken, die derzeit Mangelware sind. Aktuell bringt man deshalb Grundstücke im Bergweilerweg auf den Markt. Der Stadtrat hat sich am Dienstagabend darauf geeinigt, sie für 120 Euro je Quadratmeter zu verkaufen. Dabei habe man sich an Grundstückspreisen der Flächen hinter der ehemaligen Dualen Oberschule in Wengerohr orientiert.
Bürgermeister Joachim Rodenkirch sagte: "Wir haben im Ausschuss intensiv über unsere Siedlungspolitik diskutiert und sind insbesondere für den Wohnraum einhellig der Meinung, dass es bei dem Beschluss aus dem Jahr 1993 bleibt." Damals hat man die Strategie vorgegeben, dass man nur dort tätig werde, wo die Stadt selbst Grundeigentümer sei, um das Verfahren von der Aufstellung des Bebauungsplans über Projektierung und Erschließung bis zur Vermarktung und Bauverpflichtung in Gang zu setzen. Auch gebe es weitere Wege zur Schaffung attraktiven Wohnraums. So sei es auch durch die Förderung in privates Eigentum durch das Programm "Aktive Stadtzentren" gelungen, 200 Menschen mehr in der Innenstadt anzusiedeln. Ziel solle dabei weiter sein, "adäquaten, bezahlbaren Wohnraum" zu schaffen. Ali Damar, die Linke, forderte dazu, dass die Stadt selbst mehr "sozialen Wohnraum" bauen solle, beziehungsweise Vermieter verpflichtet werden sollten, einen Teil ihrer Immobilien preiswerter zu vermieten. sos

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