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Auszeichnung: Wo Jung und alt gemeinsam essen

Auszeichnung : Wo Jung und alt gemeinsam essen

Projekt der Kindertagesstätte Wehlen wird gleich zweifach ausgezeichnet.

(red) Landrat Gregor Eibes hat der Leitung der integrativen Kindertagesstätte in Wehlen sowie dem Gesamtleiter Wohnen – Bildung – Freizeit als Vertreter des Trägers DRK-Sozialwerk gleich zwei Schecks überreicht. Zum einen wurde der „Inklusive Mittagstisch“ im Rahmen des Ideenwettbewerbs „Zuhause alt werden“ mit 3000 Euro bedacht. Zum anderen wurde ein zusätzliches Preisgeld in Höhe von 1000 Euro des Landes Rheinland-Pfalz, das die Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich im Rahmen des Brückenpreises erhielt, an das DRK-Sozialwerk überreicht, um die „besondere Innovation und den zukunftsweisenden Charakter dieses Projektes“, zu unterstreichen, so der Landrat Gregor Eibes.

 Das Projekt „Inklusiver Mittagstisch“ möchte älteren Bürgern der Gemeinde Wehlen einen Platz in unserer Kindertagesstätte bieten und den gemeinsamen Kontakt von Alt und Jung ermöglichen. Entstanden ist das Projekt auf Initiative der Einrichtungsleitung Michaela Schuppert-Sawallisch, unterstützt durch Gertrud Weydert, Ortsvorsteherin von Wehlen sowie Martin Zimmer, als Trägervertreter des Sozialwerks.

Der Mittagstisch für Senioren soll täglich von Montag bis Freitag in der Zeit von 11.45 bis 12.45 Uhr angeboten werden. Start des Angebots ist Mittwoch, 2. Mai. Die Mahlzeiten werden in der Mehrzweckhalle eingenommen. Kinder mit und ohne Beeinträchtigung, sitzen gemeinsam mit Senioren an Tischen. Die Zubereitung der Mahlzeiten wird vorerst ehrenamtlich zusätzlich zu den Hauswirtschaftskräften der Einrichtung unterstützend durchgeführt. So sind unter anderem auch interkulturelle Wochen geplant, die dem hohen Migrationsanteil des Ortes Wehlen, wie auch der Kinder Rechnung tragen soll. Für das Essen wird ein Unkostenbeitrag erhoben, so dass die Lebensmittel und deren Zubereitung abgegolten sind und nicht dem Budget der Kindertagesstätte zu Lasten fallen.

Die entstehenden Beziehungen können mit Hilfe ehrenamtlicher Tätigkeiten interessierter Senioren noch intensiviert werden. Auf Wunsch der älteren Bürger können Aktivitäten angeboten werden, wie zum Beispiel Vorlese-Patenschaften, Hilfe bei Gartenarbeiten, die gemeinsame Bewirtschaftung und Pflege von Kräuter- und Gemüsegarten, Spielpartner, Übernahme kleinerer handwerklicher Arbeiten, Unterstützung bei Projekten nach einer Hygiene-Schulung durch das Gesundheitsamt, wie zum  Plätzchen backen.