Wohnbauflächen und weiße Areale

Alle Jahre wieder wird in den Verbandsgemeinden landauf landab das Flächennutzungsplan-Paket geschnürt. Auch Thalfang hat die Unterlagen nun an die Kreisverwaltung weitergeleitet.

Thalfang. Seit Jahren taucht auf den Tagesordnungen der Ratssitzungen in der Verbandsgemeinde Thalfang immer wieder der Flächennutzungsplan auf. Der in die Zukunft gerichtete Plan stellt die vorgesehene Art der Bodennutzung in den Gemeinden dar. Außerdem dient er als Grundlage für die Entwicklung von Bebauungsplänen. Nach und nach hat sich jede Gemeinde mit dem Plan beschäftigt, der für die nächsten Jahre die grobe Richtung vorgibt. In Thalfang haben folglich insgesamt 21 Ortsgemeinden und natürlich der Verbandsgemeinderat über den Plan beraten und beschließen müssen. Allerdings müssen letztlich nicht alle mit dem Plan rundum glücklich sein und ihm zu 100 Prozent zustimmen. Sofern die Mehrheit der Gemeinden - elf von 21 - mit mindestens zwei Drittel der Verbandsgemeindebürger mit dem Plan einverstanden ist, reicht das aus."Das Verfahren läuft seit gut drei Jahren", bilanziert Verbandsbürgermeister Hans-Dieter Dellwo den bisherigen Verlauf. Mit dem Einreichen der Unterlagen bei der Kreisverwaltung ist jedoch die vorläufige Ziellinie erreicht. Sobald der Flächennutzungsplan Rechtskraft erlangt hat, bewegen sich die Pläne der Gemeinden wieder auf solidem Boden. Beim Blick auf die aktuelle Flächennutzungsplanskarte macht Dellwo aufmerksam darauf, dass die Verbandsgemeinde nach wie vor geprägt sei von ihren weitläufigen Waldflächen. Daneben falle die beachtliche "landwirtschaftliche Struktur" ins Auge. Bei der Fortentwicklung des Planes ist laut Dellwo den Wünschen der Ortsgemeinden "überwiegend" stattgegeben worden. So seien in etlichen Dörfern neue Wohnbauflächen berücksichtigt. Konkret nennt er Malborn und den Ortsteil Thiergarten sowie Heidenburg, Breit, Büdlich, Schönberg, Lückenburg, Hilscheid, Bäsch und Rorodt. Auch hinsichtlich der Gewerbefläche präsentiere sich die Verbandsgemeinde gut sortiert: "Da halten wir genügend Flächen vor", ist Dellwo überzeugt. Entwicklungspotenzial steckt in den zwei ausgewiesenen "weißen Flächen" im Verbandsgemeindegebiet. Zum einen im Bereich des Erbeskopfplateaus, wo wegen des momentan laufenden Ideenwettbewerbs noch nicht feststeht, wie es dort weitergehen wird. Zum anderen bei Dhronecken, wo sich auf dem Gelände rund um den Wasserturm noch einiges tun könnte. Sollte es für diese Flächen konkrete Pläne geben, müsste der Flächennutzungsplan geändert, beziehungsweise ergänzt werden. Möglicherweise wird es dann auch dort sogenannte "Sonderbauflächen" geben, wie sie für das Thalfanger Sprudelwerk sowie für den Ferienpark Himmelberg und den Heidenburger Campingplatz im Plan existieren. Bodenfläche aktuell Die Bodenfläche der Verbandsgemeinde Thalfang beläuft sich derzeit insgesamt auf rund 14 470 Hektar. Diese setzen sich zusammen aus 8480 Hektar Forstwirtschaftsflächen, 5260 Hektar Landwirtschaftsflächen, 390 Hektar Wohn- und Mischbauflächen, 63 Hektar Gewerbeflächen, 170 Hektar Sonderbauflächen, 55 Hektar Ausgleichsflächen, 49 Hektar Grünflächen. Quelle: Verbandsgemeindeverwaltung Thalfang. (urs)

Mehr von Volksfreund