Wohnmobile können bald Halt machen

Wohnmobile können bald Halt machen

Nach einem sparsamen Jahr 2007 kann sich Graach getrost dem Ausbau der Gemeindestraßen widmen. Hilfreich dabei wird sein, dass in diesem Jahr voraussichtlich ein Überschuss von 16 000 Euro erwirtschaftet wird.

Graach. Im Wesentlichen sind es zwei Vorhaben, die den Haushalt der Gemeinde Graach prägen. Der Ausbau diverser Innerortsstraßen wird sich allerdings über mehrere Jahre erstrecken. Ring- und Fleischstraße sollen noch 2008 an die Reihe kommen. Der Ausbau von Kirch- und Brunnenstraße ist für 2009 ins Auge gefasst und der von Weber- und Moselstraße für 2010. Ortsbürgermeister Werner Geller liegt aber nicht nur der "sehr wichtige Straßenausbau" am Herzen. Was ihn fast noch mehr freut ist, "dass jetzt endlich der Wohnmobilstellplatz fertig gestellt wird". Derzeit rollen auf dem Areal gegenüber der Graacher Haupteinfahrt zwar noch die Bagger. Doch in 14 Tagen wird das seiner Einschätzung nach schon anders aussehen. "Spätestens in einem Monat läuft die Geschichte", sieht er den erwarteten Einnahmen hoffnungsvoll entgegen. Der Bau eines Stellplatzes ist laut Geller schon seit einigen Jahren im Gespräch gewesen. Anfangs seien jedoch etliche Grundstückseigentümer nicht bereit gewesen, zu verkaufen. Ab 2001 habe es dann erneute Bemühungen gegeben. Nach einem etwas längeren Planfeststellungsverfahren sei dann Ende vorigen Jahres mit den Arbeiten begonnen worden.Gemeinde kann mit ihren Schulden ganz gut leben

Abgesehen von Straßenausbau und Stellplatz investiert die Gemeinde aber auch in kleinere Projekte. So sind 13 000 Euro des Vermögenshaushalts mit einem Volumen von 204 200 Euro für den Innenanstrich und die Heizung der Matheiser Halle vorgesehen. Je 5000 Euro stehen bereit für die Straßenbeleuchtung des Ortsteils Schäferei sowie für das Alte Backhaus und je 3000 Euro für das Dach der Leichenhalle und ein Begrüßungsschild. Finanziert werden die Investitionen über 100 000 Euro aus den Rücklagen und einen Straßenbau-Zwischenkredit von 77 500 Euro. Derzeit belaufen sich die Schulden auf etwa 170 000 Euro, mit denen Graach nach Ansicht von Geller ganz gut leben kann. Immerhin kann die Gemeinde einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. In den Einnahmen und Ausgaben von je 589 600 Euro stecken sogar 25 600 Euro, die dem Vermögenshaushalt zugeführt werden können. Neben der Pflichtzuführung sind darin rund 16 000 Euro Überschuss enthalten. Daher muss auch nicht am Wegenetz gespart werden. Für das Ausbessern von Wanderwegen stehen 5000 Euro bereit. Erfreulich auf der Einnahmenseite ist das Mehr an Einkommenssteuer. Den 23 000 Euro stehen allerdings 11 000 Euro geringere Schlüsselzuweisungen gegenüber. Bei den Steuerhebesätzen ändert sich für die Bürger lediglich die Höhe der Hundesteuer.