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Wolf, Stadtteil von Traben-Trarbach, hat große Pläne

Ortsentwicklung : Wolf hat große Pläne

Der Traben-Trarbacher Stadtteil Wolf baut derzeit für rund eine Million Euro sein Bürgerhaus um, und der Ort hat noch weitere Pläne. Priorität hat die Neugestaltung des Moselvorgeländes.

Wolf ist ein hübscher und sowohl für Einwohner und Touristen ein sehr attraktiver Ort. Und Wolf hat Zukunft. Das hat der Traben-Trarbacher Stadtteil sogar amtlich. Denn im vergangenen Jahr siegte Wolf im Kreisentscheid des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft.“

Aber Wolf will sich nicht auf seinen Lorbeeren ausruhen. Der 840-Einwohner-Ort will noch atrraktiver werden, will sich weiterentwickeln, will lebens- und liebenswert bleiben.

Ein ganz großes und wichtiges Projekt, steht vor der Vollendung: die Sanierung und Erweiterung des Gemeindehauses. Im Rahmen derDorferneuerung konnte dieses ehrgeizige Vorhaben realisiert werden. Rund eine Million Euro kostet das Projekt, 460000 Euro kommen aus Landesmitteoln der Dorferneuerung. Bemerkenswert: Bislang wurden 70000 Euro von freiwilligen Helfern in Eigenleistung erbracht. Rolf Meuser und Oliver Sausen haben die Arbeiten maßgeblich organisiert. Ortsvorsteherin Beatrix Kimnach ist stolz über das große Engagement der Bürger. Das zeigt sich auch bei der Dorfmoderation, die im Herbst des vergangenen Jahres angelaujfen ist und die Zukunftsvisionen für den Ort entwickelt.

Das Dorfgemeinschaftshaus, einst war es die Volksschule des Ortes, wird derzeit grundlegend saniert. Der Anbau, in dem die Touristinformation untergebracht wird, steht im Rohbau. Beatrix Kimnach hofft, dass die neue Touristinformation im August dieses Jahres bezogen werden kann und im Oktober/November das dann modernisierte, besser ausgestattete und sanierte Bürgerhaus offiziell eingeweiht werden kann.

Im Obergeschoss des Bruchsteingebäudes befanden sich bis zuletzt Wohnungen, dort entstehen zwei Räume, die unter anderem für Musikunterricht, Sitzungen und Seminare genutzt werden können. Der Gemeindesaal mit seinen 80 Sitzplätzen im Erdgeschoss bleibt. Er kann auch in Zukunft zum Beispiel für private Feiern gemietet werden. Es ist auch der Raum, in dem die sehr aktive Wolfer Feuerwehrkapelle ihre Übungsstunden abhält.

Im Rahmen der Dorfmoderation wurden zahlreiche Ideen entwickelt. Entstanden ist ein Leitfaden, wie sich Wolf bis zum Jahr 2035 entwickeln, sprich was angepackt werden kann. Vier Arbeitsgruppen sind bereits aktiv: die AG Senioren, AG Geschichte sichtbar machen, AG Moselufer und AG Wanderwege.

Kleinere Projekte stehen kurz vor der Realisierung. Dazu gehört zum Beispiel der neue Wanderweg Zippammerweg, der durch die neu angelegten Querterrassen in der Steillage Wolfer Goldgrube und später durch den Kröver Steffensberg führt. Er wurde gemeinsam mit dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR) Mosel und mehreren Natur- und Erlebnis-Begleitern entwickelt. Die Einweihung ist am Samstag, 1. Juni. Eine weitere attraktive Strecke für Wanderer- und Naturfreunde ist der Kluckertspfad. Aktive der Freiwilligen Feuerwehr Wolf werden noch eine Schutzhütte unterhalb des Wolfer Klosters errichten.

Ganz besonders am Herzen liegt den Wolfern die Neugestaltung, sprich Aufwertung des Moselufers. Wolf hat das Glück, dass zur Mosel hin kein Durchgangsverkehr herrscht. Dort ist es ruhig und das Moselvorgelände mit seinen vielen großen Schatten spendenden Walnussbäumem ist idyllisch und von dort hat man einen schönen Blick auf die Spitzensteillage Wolfer Goldgrube auf der gegenüberliegenden Moselseite. Der stellvertretende Ortsvorsteher Edgar Langen sagt: „Wolf hat auch wegen seiner Lage sehr viel Potenzial. Das zu nutzen, muss unser Ziel sein.“

Ideen für die Neugestatung des Moselufers gibt es viele. Wichtig ist vor allem, ein „geordnetes Parken“ von Fahrzeugen an ausgewiesenen Plätzen zu ernöglichen und Ruhebereiche für die Bürger und Feriengäste zu schaffen. Vieles ist möglich, wie der Bau von Sitzplätzen am Wasser, der Bau eines Fußweges entlang der Mosel, die Aufwertung des Kanuanlegers, ein Beachvolleyplatz, Kräuter- und Erlebnisgarten, Wasserspiele, kleine Bachläufe und so weiter.

Ein weiteres Projekt im Rahmen der Arbeitsgruppe „Geschichte sichtbar machen“ ist es, historische Gebäude mit Hinweistafeln zu versehen. Und man will Angebote für die Jugend und Senioren schaffen. Ein Seniorentreff ist bereits gestartet. 30 bis 40 Teilnehmer sind begeistert.Sie machen Gymnastik, Singen gemeinsam und spielen Bingo.