„Kommt über jeden Zaun“ Ein Wolf griff ihre Tiere an – jetzt spricht die Schafhalterin aus Thalfang

Thalfang · An einem Freitagmorgen fand Karola Schuler zwei ihrer Schafe tot auf der Weide, acht weitere waren teils schwer verletzt. Ein Wolf hatte sie gerissen. Wie die Halterin mit dem Erlebten umgeht und was sie über vom Land geförderte Schutzvorkehrungen denkt.

Karola Schuler liebt ihre Schafe und ist froh, dass sie ganz langsam wieder das Vertrauen zu ihr finden. Aber die Sorge bleibt.

Karola Schuler liebt ihre Schafe und ist froh, dass sie ganz langsam wieder das Vertrauen zu ihr finden. Aber die Sorge bleibt.

Foto: Blaes Florian

„Seit dem Vorfall treiben wir jeden Abend die Schafe in den Stall“, erzählt Karola Schuler. Sie meint die Ereignisse Ende Oktober, als sie zwei ihrer Tiere tot und weitere verletzt auf der Weide im Thalfanger Ortsteil Bäsch vorfand. Inzwischen hat sie eine neue Weide eingerichtet, unterhalb des Stalls und etwas näher zum Dorf. „Doch ich komme jeden Morgen mit einem unguten Gefühl zu meinen Schafen. Geht es ihnen gut oder war wieder der Wolf da?“ In den ersten Tagen sei es für sie sehr schlimm gewesen, sagt sie: „Hier sind auch Schafe dabei, die ich mit der Flasche aufgezogen habe. Das sind nicht nur Schafe auf einer Weide, sondern lieb gewonnene Tiere“, erzählt Schuler. Ein Tierarzt komme seitdem regelmäßig vorbei, um die traumatisierten Tiere wieder auf Vordermann zu bringen.