Wüste fruchtbar gemacht

Viel Lob gab es für Jugendreferent Benedikt Schöfferle zum Abschied. Er verlässt den evangelischen Kirchenkreis Simmern-Trarbach und kümmert sich zukünftig um die Öffentlichkeitsarbeit bei der Stiftung Kreuznacher Diakonie.

Kastellaun. (red) In einem Gottesdienst in der evangelischen Kirche Kastellaun wurde der Jugendreferent des evangelischen Kirchenkreises Simmern-Trarbach für die Region Kastellaun, Benedikt Schöfferle, verabschiedet. Mit dabei waren Pfarrer Florian Schmitz-Kahmen aus Horn, Jugendpfarrer Thomas Werner aus Zell und die Leiterin der kreiskirchlichen Jugendarbeit Anja Rinas. Sie dankten Schöfferle für seine sechsjährige Dienstzeit, in der er mit großem Einsatz die Kinder- und Jugendarbeit in den vielen Gemeinden der Region geleitet hatte. In Kinder- und Jugendgruppen, Freizeiten und Jugendgottesdiensten hatte der 30-jährige Diakon die Botschaft von Jesus Christus jungen Menschen nahegebracht — ideenreich und mit viel Organisationstalent. Anke Hammen, Stefan Paulus und Klaus Möhringer, die Schöfferles Arbeit mit großem ehrenamtlichen Engagement unterstützt und mitgetragen hatten, dankten für die Zusammenarbeit und wünschten Schöfferle viel Glück für die Zukunft. Musikalisch gestaltet wurde der Gottesdienst von der Gruppe "Sonntag-A-Band".Stelle wird neu besetzt

Nach dem Gottesdienst wurde im Gemeindehaus gefeiert — und zahlreiche Grußworte gesprochen. Die Gemeinde Kastellaun, ehrenamtliche Mitarbeiter und die Mitarbeitervertretung sagten danke für die Arbeit Schöfferles. Etwas traurig waren sie über den Abschied, freuten sich aber auch für Schöfferle über seine neue Aufgabe. Er hat bei der Stiftung Kreuznacher Diakonie eine neue Aufgabe gefunden. Er wird für die Öffentlichkeitsarbeit und Fundraising zuständig sein. Schöfferle sagte in seiner Abschiedsrede: "Am Anfang war die Region wüst und leer." Damit spielte er auf den Beginn der Bibel an und schilderte die Situation, die er vor sechs Jahren in den Gemeinden um Kastellaun vorgefunden hatte. Denn vor seinem Antritt war die Stelle drei Jahre lang unbesetzt gewesen. Es hatte nur noch einen einzigen Jugendkreis in der Region gegeben. Heute sieht es da ganz anders aus, viele Kinder- und Jugendgruppen sind durch ihn entstanden. "Was wir zusammen geschafft haben, ist etwas ganz Tolles", sagte Schöfferle, "doch ohne euch Ehrenamtliche würde nichts vorwärts gehen." Er würdigte die vielen Mitarbeiter, die ihn bei der täglichen Arbeit und bei Freizeiten unterstützt haben. Schöfferle sagte weiter, er habe viele Geschenke zum Abschied bekommen, "das größte Geschenk für mich ist aber, dass die Arbeit weitergehen kann." Denn der evangelische Kirchenkreis Simmern-Trarbach hat trotz der geforderten Sparpolitik beschlossen, die Stelle zum 1. Dezember wieder vollständig und unbefristet zu besetzen.