Wunschkennzeichen aus dem Wohnzimmer

Wunschkennzeichen aus dem Wohnzimmer

WITTLICH. (mam) Ein neues, landeseinheitliches Zulassungsverfahren stellten Landrätin Beate Läsch-Weber und Gerhard Fuckner, Leiter der Zentralabteilung des Ministeriums des Inneren und für Sport, in der Kreisverwaltung Wittlich vor.

In den vergangenen Monaten testete die Zulassungsstelle, in sehr erfolgreicher Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Daten und Information (LDI), als Pilotanwender eine neue Technologie. "Das neue KFZ-Verfahren bietet zukünftig die Möglichkeit der schnittstellenfreien Vernetzung innerhalb der Behörden", so Landrätin Beate Läsch-Weber zufrieden. "Damit können wir einen weiteren Baustein auf dem Weg zum virtuellen Kreishaus realisieren." Bislang konnte jede Zulassungsbehörde des Landes nur auf die dezentral, also im Haus, gespeicherten Daten zugreifen. Mit der neuen EDV werden die Daten zentral im Rechenzentrum des LDI in Mainz gespeichert und sind somit über das Kommunalnetz jederzeit von allen angeschlossenen Zulassungsbehörden abrufbar. Dadurch werden viele Arbeitsvorgänge beschleunigt, und die Wartezeiten für die Bürger erheblich verkürzt. Zukünftig soll der Bürger sogar online Vorgänge bei der Zulassungsstelle abwickeln können. An-, Um- und Abmeldungen, sowie Reservierungen des Wunschkennzeichens können dann bequem von zu Hause aus erledigt werden. Dazu fehlt allerdings noch die Anpassung von Rechtsvorschriften der StVZO. Dies bedeutet, dass der Bürger auf Antrag eine qualifizierte Signatur erstellt bekommt, sozusagen eine elektronische Unterschrift, mit der die Vorgänge online bestätigt und rechtskräftig werden. Diese Signatur ist noch in der Entwicklung, soll aber in Kürze zur Verfügung stehen. Mit der Einführung des neuen Systems werden, als positiver Nebeneffekt, sogar die Anschaffungs- und Unterhaltungskosten gesenkt, da der Einsatz teurer Hard- und Software entbehrlich wird.