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Zahl der Wildunfälle steigt weiter

Zahl der Wildunfälle steigt weiter

Erfreuliche Nachrichten von der Polizei: Weniger Verletzte und keine Toten verzeichnet die Verkehrsunfallstatistik der Polizeiinspektion Morbach für 2013. Die wichtigsten Unfallursachen: Wild auf der Straße sowie zu hohe Geschwindigkeit.

Morbach. Im vergangenen Jahr hat es in dem Bereich der Polizeiinspektion (PI) Morbach keine Toten bei Verkehrsunfällen gegeben. Gregor Steffes von der PI bezeichnet dies bei der Veröffentlichung der Unfallstatistik für 2013 als herausragendes Ereignis. "Das war in den vergangenen Jahren nie der Fall gewesen", sagt der Hauptkommissar, der die vorgelegte Gesamtunfallentwicklung als zufriedenstellend bezeichnet. Steffes hat für das vergangene Jahr weitere positive Meldungen: So ist die Anzahl der Leicht- und Schwerverletzten bei Unfällen von 101 auf 91 zurückgegangen. Die Anzahl der Unfälle außerhalb geschlossener Ortschaften hat sich ebenfalls verringert.
Steffes führt dies auf eine konsequente Überwachung des Straßenverkehrs im Bereich der Hauptunfallursachen zurück.
Doch nicht alles ist positiv bei der Entwicklung der Unfallzahlen: So steigt die Anzahl der Unfallfluchten weiter an. "Jeder achte Unfallverursacher sucht das Weite", sagt Steffes. Meist sind dies Unfälle auf Parkplätzen, bei denen es kaum Spuren gibt und bei denen die Beamten auf Beobachtungen von Zeugen angewiesen sind. Zudem steigt die Zahl der Unfälle bei der Altersgruppe der 18 bis 24 Jahre alten Fahrer. Auch mehr Lastwagen sind 2013 aufgrund mangelnder Ladungssicherung in Unfälle verwickelt gewesen. Zudem hat es 2013 mehr Unfälle mit hohem Sachschaden gegeben.
Was sind die Hauptursachen für Unfälle? In erster Linie sind im Bereich der PI Morbach Wildunfälle zu nennen. Durch Kollisionen mit Rehen, Wildschweinen oder anderem Wild werden 40 Prozent der angezeigten Unfälle verursacht. Ein weiterer Unfallgrund liegt in der nicht angepassten Geschwindigkeit der verunglückten Fahrer.
Hinzu kommen Unfälle durch Fehler beim Wenden und Rückwärtsfahren sowie Ein- und Ausfahren in den fließenden Verkehr. Allerdings seien dies Unfälle mit erfahrungsgemäß weniger schwer wiegenden Folgen, sagt Steffes. "Es bleibt ein erklärtes Ziel der PI Morbach, im Bereich der Verkehrsunfallursache Geschwindigkeit tätig zu werden", sagt Steffes. Das bedeutet: Die Anzahl der Radarkontrollen wird unverändert hoch bleiben.
Ein weiteres Problemfeld beschäftigt die PI Morbach: Unfälle unter Einfluss von Drogen oder Alkohol. Alkoholdelikte haben die Beamten der PI im vergangenen Jahr weniger festgestellt als im Jahr davor. Jedoch sind alkoholisierte Fahrer relativ oft in Unfällen mit Personenschaden verwickelt.Extra

Unfälle insgesamt: 654 (2012: 689) Tote: Keiner (2012: 1) Schwerverletzte: 14 (2012: 28) Leichtverletzte: 45 (2012: 47) Wildunfälle: 288 (2012: 317) Unfälle auf der B 327 (Hunsrückhöhenstraße: 156 (2012: 146) Unfälle auf der L 150 (Thalfang-Büdlicherbrück): 53 (2012: 66) Radarkontrollen: 531 Stunden (2012: 496) Motorradunfälle: 18 (2012: 20) Unfälle mit LKW-Beteiligung: 67 (2012: 60) Unfallflucht: 84 (2012: 70)