Zehn neue Brücken in Klausen

Zum zweiten Mal fand die von Kirchengemeinde und Ortsgemeinde gemeinsam organisierte Ferienfreizeit statt. Als bleibende Erinnerung an die Veranstaltung fertigten die 110 Kinder und mehr als 30 Helfer insgesamt zehn kleine Brücken an.

Klausen. (cls) Wer in diesen Tagen durch die Straßen von Klausen spaziert, der wird sich über die vielen kleinen Brücken wundern, die an neun verschiedenen Stellen aufgestellt wurden. Dabei handelt es jedoch keineswegs um einen neuen Marketing-Gag. Vielmehr sind die kleinen Bauwerke das gelungene Ergebnis der diesjährigen Ferienfreizeit.Diese Veranstaltung stand unter dem Thema "Wir bauen Brücken". Die Kinder und Jugendlichen waren zusammen mit den erwachsenen Helfern mit Begeisterung dabei, das Motto im wahrsten Sinne des Wortes Formen annehmen zu lassen. Der Kreativität waren keine Grenzen gesetzt. So hämmerten, schraubten, sägten und pinselten sie gemeinsam an den hölzernen Kunstwerken, der 40-jährige Familienvater neben dem sechsjährigen Erstklässler. Und die Ergebnisse können sich sehen lassen, egal ob es eine aus Stoffstreifen gewebte Brücke, eine Zugbrücke, Hängebrücke, Rosenbrücke, Luftbrücke, Europa-Brücke, Kinderbrücke, Brücke mit Tür oder die "Flower-Power-Tower-Bridge" ist.Pater Karl-Josef Meyer ist stolz darauf, dass das von ihm vorgeschlagene Brücken-Motto so gekonnt umgesetzt wurde. Die Kinder lernten "durch ihre Arbeit die Brücke als Symbol für die Beziehungen zwischen Mensch und Gott, zwischen Ortschaften, Vereinen und von Mensch zu Mensch begreifen". Das wurde auch beim Singen des "Brückenliedes" beim täglichen Morgengebet in der Kirche deutlich. Von Tag zu Tag verstärkte sich der Gesang, es wurde mitgeklatscht und zwei Gruppen dichteten, sogar einen eigenen Text passend zu ihrer Brücke.Aber auch die sonstigen gemeinsamen Aktivitäten kamen nicht zu kurz. Neben einem Besuch des Schwimmbades und einem Nachmittag bei der Bereitschaftspolizei in Wengerohr kümmerten sich die Klausener Ortsvereine mit einem eigenen Programm um die Kinder.Die Jugendlichen fungierten als Geister und Gespenster bei einer auch für manchen Erwachsenen unheimlichen Nachtwanderung. Schwarzes Theater und ein großes Bastelangebot mit Bruder Heinrich und den Betreuern der wöchentlichen Gruppenstunden rundeten das Programm ab. Alle waren begeistert von der guten Verpflegung durch Schorsch Schühlein und bedankten sich bei den vielen Helfern im Hintergrund und den Kuchenspendern.Alle Teilnehmer freuen sich schon, wenn die Freizeit in zwei Jahren wieder stattfindet.