Zeller Eigentor

Es sei an dieser Stelle noch einmal gesagt: Die Zeller Probleme mit dem Schwerlastverkehr sind ungleich kleiner als die in Traben-Trarbach. Bürgermeister Weisgerber machte es deutlich: "Bei uns geht es um Leib und Leben." Das haben die Zeller auch begriffen. Sie ärgert vor allem, dass sie nicht gefragt wurden, als Traben-Trarbach entschied, die großräumige Umleitung für LKW auf dem Hunsrück als Dauerlösung anzustreben. Zell intervenierte, die Schilder wurden wieder abmontiert. Die Traben-Trarbacher wären mit dieser Lösung zufrieden gewesen, obwohl dann immer noch etliche Laster die Schottstraße rauf- und runterfahren. Wegen der Brückensanierung bestand die großräumige Umleitung fast zwei Jahre, in Zell hatte das keiner gemerkt. Erst als der Bullayer CDU-Landtagsabgeordnete Herbert Jullien per Presseerklärung behauptete, dass in Zukunft der Schwerlastverkehr aus Richtung Koblenz und Mainz nicht mehr durch Traben-Trarbach, sondern über die B421 (Zeller Berg) rollen werde, wurden die Zeller aufgeschreckt. Der Zeller CDU-Stadtverband initiierte eine Unterschriftenaktion, VG-Chef Simon (SPD) setzte sich an die Spitze der Protestler. Auf den ersten Blick ist verständlich, dass die Zeller protestieren, doch haben sie sich vermutlich mit ihren Aktionen einen Bärendienst erwiesen. Dann nämlich, wenn die Schottstraße nach dem Willen der Traben-Trarbacher gesperrt wird, und dann tatsächlich mehr LKWs den Zeller Berg runterfahren. w.simon@volksfreund.de

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