Zeller Rat ermöglicht Wohnprojekt
Zell · Das Gebäude zwischer deer Merler Straße und dem Wirtschaftsweg "In der Burglay" darf aufgestockt werden. Der Zeller Stadtrat hat nach Diskussion der entsprechenden Änderung des Bebauungsplans zugestimmt.
Zell. Mit acht Ja- bei drei Neinstimmen hat der Zeller Stadtrat die erste Änderung des Bebauungsplans "Vorn in Rieversrech" als Satzung beschlossen.
Mithin darf Wolfgang Pies aus Melsbach (Kreis Neuwied) ein Gebäude zwischen der Merler Straße und dem Wirtschaftsweg "In der Burglay" zu Wohnzwecken aufstocken. Die vonseiten der Behörden und Bürger vorgetragenen Einwände gegen die Änderungen am Bebauungsplan wies der Rat - jeweils einzeln - mehrheitlich zurück. Wobei die hohe Zahl an Enthaltungen und Gegenstimmen stets die Vorbehalte vieler Ratsmitglieder gegenüber dem Bauvorhaben dokumentierte.
Worum es geht: Gleich in drei Punkten verstieß das von Pies geplante Bauvorhaben gegen den ursprünglichen Bebauungsplan: Es überschritt die Höchstzahl an Vollgeschossen, die zulässige Firsthöhe und die maximale Anzahl an Wohneinheiten. Eine Befreiung von den Vorgaben des Plans war in diesem Fall nicht möglich, da Grundzüge der Planung berührt wurden.
Um das Wohnungsbauprojekt dennoch zu ermöglichen, hatte der Zeller Stadtrat zuvor eine Änderung des Bebauungsplans im beschleunigten Verfahren auf den Weg gebracht. Die sah im Detail Folgendes vor: Die mögliche Zahl der Vollgeschosse steigt im betroffenen Teil des Plangebiets von zwei auf drei. Überdies werden die Textfestsetzungen für dieses Teilgebiet gestrichen. Pro Wohneinheit müssen am fraglichen Gebäude zwei Auto-Stellplätze ausgewiesen werden, in diesem Fall sind das zwölf Stellplätze. Helmut Halbleib von der Bauabteilung der Verbandsgemeindeverwaltung erläuterte den Stadtratsmitgliedern die Stellungnahmen, die während der Offenlage der Planungsunterlagen eingegangen waren. Ein Vorwurf lautete, die Änderung sei nicht erforderlich, es handele sich um eine "reine Gefälligkeitsplanung". Die Verwaltung wies das zurück. dad