Zerreissprobe

Weiß bei der Freien Wählergemeinschaft Thalfang die Rechte nicht, was die Linke tut? Es hat den Anschein. Denn warum sonst zieht der Fraktionssprecher Kollmann seinen Antrag zurück, eine Resolution zum Erhalt des Fleischwerks zu verabschieden, während der Vorsitzende Schuh diejenigen in der Luft zerreißt, die dieses Papier nicht auf den Weg bringen wollen.

Und warum "verkauft" Schuh die Forderung nach einem Runden Tisch als Idee der Freien Wähler, während sie doch in einem Gespräch geboren wurde, an dem alle Fraktionssprecher, auch Kollmann, beteiligt waren. Natürlich ist ein Ratsmitglied wie jeder Politiker nur seinem eigenen Gewissen verpflichtet und muss keineswegs so abstimmen, wie es seine Mitstreiter wünschen. Es wird eine Zerreissprobe, wenn zwei Führungspersonen hartnäckig an einem Strang, aber jeder in die andere Richtung ziehen. Dass man nicht stets inhaltlich der gleichen Meinung sein kann, gehört zum politischen Alltag. Doch erst im Oktober war bei der FWG der Konflikt um die Sauna-Erweiterung eskaliert. Da muss man sich schon fragen dürfen, ob die Gemeinsamkeiten noch tragen. Der Streit muss ausgetragen werden, aber nicht auf dem Rücken der jetzigen und ehemaligen Hochwald-Mitarbeiter. Diese haben das nicht verdient. i.rosenschild@volksfreund.de