Zieht aus, eure Schuh...

Im August 2006 gründete sich in Traben-Trarbach der "Freundeskreis Quellenfreunde". Die 18 Männer und Frauen haben bereits einige bemerkenswerte Projekte realisiert, unter anderem ein Fußbade-Becken und eine Trinkwasser-Zapfstelle am Thermalstollen. Das nächste Vorhaben ist eine Nummer größer: Die Quellenfreunde planen einen Barfußpfad.

Traben-Trarbach. Zehn offizielle Barfußpfade gibt es in Rheinland-Pfalz - unter anderem in Thalfang und Saarburg. Der elfte, das wünschen sich die Quellenfreunde Traben-Trarbach, soll im Kautenbachtal neben der Moseltherme entstehen. Es wäre der erste an der Mosel. Solche Barfußpfade sind abwechslungsreiche Erlebnisstrecken mit unterschiedlichen Bodenbelägen wie gerundetes Kopfsteinpflaster, massierende Kieselsteine und Schlammstrecken, die zum Fühlen und Wohlfühlen einladen.

Viele Arbeiten in Eigenleistung möglich



Hubertus Schulze-Neuhoff, auf dessen Initiative sich im August 2006 der Freundeskreis Quellenfreunde bildete, hat genaue Vorstellungen von dem Projekt - und er hat bereits bei der Stadt vorgefühlt, ob dies zu realisieren ist.

Denn während das Fußbecken und die Thermalwasser-Zapfstelle mit Sponsorengeld finanziert wurden, wird die Stadt für den Barfußpfad wohl etwas in die Kasse greifen müssen.

Immerhin: Die Stadt hat den Quellenfreunden bereits zugesagt, ein gemeindeeigenes Grundstück mit Wiese und einem kleinen Waldstück, durch den ein Bach fließt, zur Verfügung zu stellen. Es befindet sich an der Wildbadstraße, etwa 100 Meter oberhalb der Moseltherme. Nach der Sommerpause, das hat der erste Stadtbeigeordnete Erwin Haussmann den Quellenfreunden versprochen, werde sich der Stadtrat mit der Idee befassen.

Eine grobe Planung können die Quellenfreunde bereits vorlegen. Schulze-Neuhoff hat seinen Freund, den Trierer Landschaftsarchitekten Ulrich Bielefeld, angesprochen, der für ein paar Flaschen Wein Honorar eine Skizze inklusive Grobkonzeption zu Papier brachte. Angedacht sind zwei Barfußwege - einer mit einer Länge von 500 Metern und ein zweiter von 1000 Metern. Die Wege führen über Wiesen, durch den Wald, durch einen Bach und über eine kleines Sumpfgelände. Als Bodenbeläge sind unter anderem Sand, Feinkies, Grobkies, Schieferplatten, Laub, Sägemehl, Grasschnitt und Rindenmulch vorgesehen.

Kosten können, so Schulze-Neuhoff noch nicht genannt werden. Allerdings seien viele Arbeiten in Eigenleistung möglich.