Zu Ehre der Mutter Gottes

Die Marienkapelle hoch über dem Moseltal an der alten Römerstraße Ürzig- Festung Mont-Royal gelegen, genannt das "Kinheimer Bildchen" ist seit cirka 200 Jahren Zufluchtsort von Bittstellern in familiären, beruflichen und privaten Nöten .So manches Bittgebet wurde hier verrichtet oder auch zum Dank für empfangene Hilfe erstattet. Zahlreiche Danktafeln im Innern der Kapelle zeugen von einer lebendigen Frömmigkeit in den Orten der näheren und weiteren Umgebung.

Kinheim. Nach Recherchen des Kinheimer Heimatforschers Christian Franzen wurde der Anfang der heutigen Marienkapelle in Form eines Vesperbildes um 1730 durch den Kinheimer Bürger Adam Scheuer errichtet. Das Vesperbild wurde aus Holz im barocken Stil geschnitzt und befindet sich noch heute in der Pfarrkirche St. Martin in Kinheim.

Durch einen nicht mehr namentlich bekannten Kinheimer Bürger wurde die Kapelle um 1735 zu der jetzigen Form erweitert. Ohne eine dauernde, liebevolle Pflege und Unterhaltung des Kulturdenkmals am Kinheimer Berg, wären an dem "Kinheimer Bildchen" Schäden entstanden, die heute nicht mehr reparabel wären.

Aber es waren seit Kriegsende immer Bürger aus Kinheim, die die Pflege und Unterhaltung der Kapelle gerne vorgenommen haben. Da war in erster Linie das Ehepaar Werner und Therese Hoffmann, das dieses "Ehrenamt" jahrzehntelang ausübte. Nach dem Ausscheiden des Ehepaares Hoffmann übernehmen seit einigen Jahren vier Hausfrauen aus Kinheim, Mia Scheuer, Edeltrud Bolles, Gerda Wagner und Martha Althoff die Arbeiten am "Kinheimer Bildchen".

Für diese Frauen ist es selbstverständlich, dass sie neben der Sauberkeit der Kapelle auch für frischen Blumenschmuck, Wachsreste entfernen und dafür sorgen, dass rund um die Kapelle alles in Ordnung ist. Erst vor zwei Wochen war Großreinigung angesagt, als die "Frauengemeinschaft" mit Hilfe des Küsters Kurt Schömann die Kapelle wieder auf Hochglanz brachten.

Einen Wunsch haben die Frauen. Die Kapelle hätte unbedingt einen Anstrich nötig. Nach dem die Pfarrkirche St. Martin Kinheim renoviert worden ist (TV berichtete) sollte man auch über einen Innenanstrich des "Kinheimer Bildchens" nachdenken.