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Zu Hause alt werden: Landkreis lobt nächste Wettbewerbrunde aus

Hilfe für Senioren : Zu Hause alt werden: Landkreis lobt nächste Runde aus

Zum neunten Mal können sich Gemeinden, Initiativen oder Vereine im Ideenwettbewerb „Zu Hause alt werden“, einbringen und gefördert werden.

(red/will) Der demografische Wandel sowie die Herausforderungen der Corona-Pandemie verändern das Zusammenleben und die Versorgungssituation im Landkreis Bernkastel-Wittlich. Damit die Dörfer auch in Zukunft ein Ort des gesellschaftlichen Miteinanders und Zusammenlebens sind, in das alle Bürger eingebunden werden können, fördert der Landkreis den Aufbau wohnortnaher Teilhabe- und Versorgungsstrukturen durch den Ideenwettbewerb„Zu Hause alt werden“. Ein Überblick:

Seit wann gibt es den Wettbewerb? Aktuell startet der neunte Ideenwettbewerb. Den Startschuss gab im Herbst 2010 noch die damalige  Landrätin und Vorgängerin des aktuellen Landrates Gregor Eibes, Beate Läsch-Weber. Seitdem hat der Wettbewerb immer mehr an Resonanz gewonnen. Im Jahr 2017 wurde der Kreis für das Projekt „Zu Hause alt werden“ mit dem rheinland-pfälzischen Brückenpreis ausgezeichnet. Der Preis ist die höchste Auszeichnung des Landes im Bereich des Ehrenamts und wurde 2017 erstmalig an Kommunen verliehen, die sich in besonderer Weise um die Förderung von bürgerschaftlichem Engagement und Bürgerbeteiligung verdient gemacht haben.

Welche Ziele hat „Zu Hause alt werden“? Angeregt werden soll der Aufbau von generationsübergreifenden Hilfenetzwerken, Bürgervereinen oder Bürgergenossenschaften als Organisationsformen entsprechender Maßnahmen wie Gesprächsangebote per Telefon oder Video zum „Füreinander da sein, Zuhören, Hinhören“ oder zum Verabreden zu Hilfen im Haushalt. Nachahmenswerte Beispiele bieten auch die in den vorangegangenen Wettbewerben prämierten Beiträge, die dann als neu und innovativ gelten, wenn diese in Gemeinden übertragen werden, in denen sie noch nicht vorhanden sind. Als neu werden weiterhin Initiativen erachtet, die noch nicht vor dem Jahr 2020 in der konkreten Umsetzung waren.

Wer genau hat bei der vorangegangenen, achten Auflage gewonnen? Aus Minheim hat das Projekt zur Sicherstellung von Teilhabe- und Unterstützungsangeboten durch einen Bürgerverein gewonnen, das „Plattener Netzwerk“, das Hilfen für Ältere und Nichtmobile bietet, aus  Burgen war ein Projekt zur Verlebendigung der Dorfgemeinschaft und Schaffung von generationsübergreifenden Fürsorgestrukturen unter den Gewinnern, aus Hontheim wurde der Aufbau eines ehrenamtlichen Fahrdienstes für ältere, nicht mobile Bürger bedacht, der Aufbau des sozialen Fahrdienstes – für ein lebendiges und fürsorgliches Miteinander aus Maring-Noviand gewann ebenfalls, und die  Vernetzung der Versorgungs- und Teilhabeangebote der Gemeinde Klausen durch einen Dorfbus.

Wer kann sich für den Wettbewerb bewerben? Um das Preisgeld von jeweils 3000 Euro bewerben können sich Gemeinden, örtliche Ini­tiativen oder Vereine, die sich seit dem 1. Januar 2020 auf den Weg gemacht haben, eine gemeinnützige Idee zum Erhalt des dörflichen Zusammenhalts durch Helfereinsätze in die Tat umzusetzen. Ziel ist die möglichst flächendeckende Ansiedlung von Zentren zur Koordinierung von Teilhabe, Versorgung und Unterstützung in den Dörfern des Landkreises. Auf der Internetseite www.bernkastel-wittlich.de/zuhause-alt-werden sind Teilnahmeformulare bereitgestellt. Dieses ist um ein Sicherheits- und Hygienekonzept zu ergänzen. Auch hierfür wird ein Musterentwurf zur Entwicklung angeboten, das dem Teilnahmeformular beigefügt ist. Diese Unterlagen können bis zum 31. Januar 2022 bei der Kreisverwaltung Bernkastel-Wittlich eingereicht werden. Auf der Internetseite ist auch eine Übersicht über die weiteren bislang geförderten Initiativen gelistet wie  Fahrdienste oder Bürgerbusse oder Besuchs-, Begegnungsangebote und Wohnprojekte, die Vereinsamung vorbeugen.

Wo bekomme ich weitere Informationen, wo kann ich mich anmelden? Für einen persönlichen Kontakt bezüglich des Teilnahmeformulars, grundsätzliche Fragen zum Ideenwettbewerb oder zur Hilfe und Beratung hinsichtlich der Entwicklung örtlicher Initiativen können Interessierte sich an Projektleiter Mirko Nagel, Telefon 06571/14-2408, E-Mail: Mirko.Nagel@Bernkastel-Wittlich.de, wenden.