"Zu schön, um wahr zu sein"

Der "Verein der Freunde und Förderer der Mosel Festwochen" hatte gemeinsam mit dem "Mosel Musikfestival" zum Neujahrskonzert ins Kloster Machern eingeladen. Mitglieder, Sponsoren und Musikfreunde erlebten im ausverkauften Festsaal einen kurzweilig-anspruchsvollen Abend.

Wehlen/Kloster Machern. Unter dem Titel "Heut Nacht ist mir so O-là-là" boten die Sängerin und Chanteuse Annette Postel und das Salonorchester Schwanen einen bunten Reigen unvergessener Melodien aus der Zeit der 1930er bis 1950er Jahre.Es war ein Abend, der dem Publikum unvergesslich bleibt: Die mehrfach preisgekrönte Sängerin Annette Postel und das zehnköpfige Salonorchester Schwanen boten eine perfekte Show mit Charme und Geist, mit Melancholie, Humor und Nostalgie. Mit der Idee zum erstmaligen Neujahrskonzert in Machern lagen Wolfgang Lichter, Vorsitzender des Fördervereins, und Hermann Lewen, Intendant des "Mosel Musikfestivals" goldrichtig. Lichter dankte in seiner Begrüßung den vielen Sponsoren und den über 200 Vereinmitgliedern für die große finanzielle und ideelle Unterstützung der "Mosel Festwochen", die sich seit 2008 "Mosel Musikfestival" nennen. Das Festival blickt auf eine 20-jährige Erfolgsgeschichte mit über 1000 Veranstaltungen zurück. Dies sei in besonderer Weise das Verdienst des Intendanten. "Aber auch Lewens Mitarbeiter Michael Schwierzy und Wolfgang Bolle gebührt große Anerkennung für ihren unermüdlichen Einsatz", sagte Lichter. Mit "Sehnsucht, Sekt und Schlagern" ging es weiter im Programm, mit dem Sängerin und Musiker drei Männer feierten, die unsterbliche Musik für Bühne und Film geschrieben haben. Werner Richard Heymann, Gerhard Winkler und Peter Kreuder eroberten zwischen 1920 und 1950 mit unvergessenen Melodien die Herzen des Publikums. Die zehn exzellenten Orchestermusiker begleiteten die Diva durch einen Abend voller Sehnsucht und Melancholie, gepaart mit umwerfender Komik und großer Virtuosität. Das konzert-, festival- und rundfunkerfahrene Orchester gründete sich 1990 und steht unter der musikalischen Leitung von Konzertmeister Georg Huber. Sie schienen ein Herz und eine Seele - die Musiker und ihre "Frau an der Spitze". Mit großer, nuancenreicher Stimme und umwerfendem komödiantischem Talent brachte Postel nicht nur die Lieder zu Gehör, sondern auch den Pianisten mit ihrem unnachahmlichen "Casanova, küss mich" fast aus der Fassung. Mit Beifallsstürmen dankte ein begeistertes, amüsiertes Publikum. "Schön wars", glänzten Ursula Seippels Augen. Und auch die 80-jährige Anna Reuter genoss das Konzert: "Da wird man wieder richtig jung."Nicht ganz richtig lag Annette Postel da mit ihrem Titel "Das gibts nur einmal, das kommt nicht wieder...". Denn nach dem grandiosen Zuspruch gibt es in Machern auch 2009 erneut einen musikalischen Startschuss ins Neue Jahr, da sind sich Lewen und Lichter einig.

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