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Zu viel Strom: Beleuchtung der Grevenburg wird erneuert

Kommunalpolitik : Zu viel Strom: Beleuchtung der Grevenburg wird erneuert

Das Traben-Trarbacher Wahrzeichen soll bald mit stromsparenden LED-Lampen angestrahlt werden.

Die Grevenburg nicht nur als weithin sichtbares Wahrzeichen von Traben-Trarbach, sondern auch anhand der Farbe als visueller Gradmesser für die Stimmung des Stadtbürgermeisters? Mit einer modernen LED-Beleuchtung in RGB-Farben wäre das kein Problem. Doch dieser Vorschlag, der  bei der Traben-Trarbacher Stadtratssitzung in die Runde geworfen wurde, wird wohl eher nicht realisiert. Aber auf die Lichtfarbe sollte man bei der Illumination der Grevenburg unbedingt achten, betonte Sven Weinmann (SPD). Mit kaltem Weiß komme die Ruine des mehr als 600 Jahre alten Bauwerks nicht zu Geltung. „Auf jeden Fall muss die alte Beleuchtung ausgetauscht werden“, sagte Stadtbürgermeister Patrice Langer. Und: „Die alten Lampen verbrennen eine Menge an Strom und werden eventuell die Saison nicht mehr überstehen.“ Etwa 6000 bis 7000 Euro werde der Austausch der zwei Beleuchtungen kosten. Um Kosten zu sparen, hofft der Stadtrat auf ein Sponsoring über den Energieversorger Innogy.

Am lieben Geld hängt auch der Bau einer Rampe für den barrierefreien Zugang zur Lorettahalle. Rollstuhlfahrern durch die Küche den Zugang zur Halle zu ermöglichen sei ja nur eine Notlösung, sagte Langer. „Beim Wein-Nachts-Markt haben wir es schon einmal mit einer mobilen Rampe versucht. Die ist aber nicht zulässig, weil sie in den Verkehrsraum hineinragt“, erklärte der Stadtbürgermeister. Für eine dauerhafte Lösung müsse man zwischen 6000 Euro (Stahlbauweise) und 9200 Euro (massive Ausführung) ausgeben. In Zusammenarbeit mit dem Behindertenbeauftragten soll geprüft werden, ob man im Zuge dieser Maßnahme auch Erleichterungen für Menschen mit anderen Beeinträchtigungen, beispielsweise Sehbehinderungen, realisiert werden können.

Ein Problem bleibt aber: Über das holprige Kopfsteinpflaster der Neuen Rathausstraße kommen Rollstuhlfahrer oder Senioren mit Rollator sowieso kaum ohne fremde Hilfe. Ein Gehstreifen aus Betonpflastersteinen wäre die (teure) Lösung. „Wir wollen ja eine behindertengerechte Stadt sein“, betonte Langer.