Zu wenig Geld

WITTLICH-NEUERBURG. (peg) Neues Vereinshaus und die Verkehrsberuhigung an der B 49: Beides kostet Geld, beides muss warten, bis die Kasse wieder wieder gefüllt ist. Das ist das Ergebnis der jüngsten Sitzung des Ortsbeirates Neuerburg.

Zumindest ein Projekt läuft in Neuerburg ganz sicher noch in diesem Sommer an: Die Neugestaltung des Platzes an der Akazienstraße ist für Ende August anvisiert; die Ausschreibung läuft bereits. Anders verhält es sich mit dem dringend benötigten Vereinshaus. Der Bauausschuss hat den Plan zwar in der Form genehmigt, wie er vom Ortsbeirat diskutiert und empfohlen worden war. Doch von der aktuellen Tagesordnung des Stadtrates ist das Vereinshaus gestrichen worden: Zu viel Diskussionsbedarf in Sachen Oberstadtgestaltung. Schon lange sind im Investitionsplan der Stadt Wittlich 585 000 Euro für Neuerburgs neues Bürgerzentrum eingestellt. Bis zum 15. August müssen die Zuschussanträge gestellt sein. Not macht erfinderisch: Die Stadt Wittlich, die als Bauherr auftritt, rechnet fest mit Geld aus dem Investitionsstock des Landes Rheinland-Pfalz. Die knapp 920 Bürger Neuerburgs hoffen noch immer auf einen Baubeginn im kommenden Jahr. Dafür muss der Haushalt der Stadt jedoch erst von der Kreisverwaltung freigegeben werden. Und das kann dauern, wie sich Ortsvorsteher Reinhold Westhöfer erinnert: "In diesem Jahr mussten wir bis in den April hinein warten." Auch die beiden Verkehrsinseln, die am Ortsausgang in Richtung Bausendorf geplant sind, müssen warten. Seit Monaten drosselt dort ein Provisorium die Geschwindigkeit des Durchgangsverkehrs, der sich ohne dieses Hindernis in schwindelnden Höhen bewegt: Wo 50 Stundenkilometer vorgeschrieben sind, rasen Fahrer mit bis zu 126 Stundenkilometern durch den Ort - durch Radar nachgemessen. Westhöfer hat vom Landesbetrieb Straßen und Verkehr Nachricht erhalten, dass das für den Endausbau der Inseln notwendigen Geld erst 2008 auf dem Programm stehen. Das ist schlecht für die vorhandene Bausubstanz, die inzwischen krümelt und bröckelt. Die Betonplatten am Straßenrand halten der Dauerbelastung nicht stand, die jene Fahrzeuge verursachen, die über die eigentliche Fahrbahn hinaus gelenkt werden.

Mehr von Volksfreund