Zugfahrer müssen auf Busse umsteigen

Nutzer der Nahestrecke brauchen in den nächsten zwei Wochen viel Geduld. Zwischen Kirn und Idar-Oberstein verkehren keine Regionalbahnen, sie werden durch Busse ersetzt. In denen können allerdings keine Fahrräder transportiert werden.

Kirn/Region. (gav) Zwischen den Stationen Fischbach-Weierbach und Idar-Oberstein erneuert die Bahn die Gleise. Deshalb müssen sich Pendler und Touristen zwischen dem 19. Juli und 3. August auf Fahrplanänderungen und längere Fahrzeiten einstellen.

In diesem Zeitraum fallen die Regionalbahn-Züge (RB) zwischen Kirn und Idar-Oberstein beziehungsweise bis nach Türkismühle aus. Zwischen Kirn und Idar-Oberstein sowie zwischen Neubrücke und Türkismühle werden die Züge durch Busse ersetzt. Diese sind länger unterwegs als der Zug und fahren daher bis zu 45 Minuten früher ab.

Zwischen Neubrücke und Idar-Oberstein verkehren Ersatzzüge, die bis zu 35 Minuten früher abfahren als die Züge. Die im Stundentakt verkehrenden Regionalexpress-Züge (RE) sind von den Ausfällen nicht betroffen, werden sich aber bis zu zehn Minuten verspäten, kündigt die Bahn an.

Insbesondere Reisende, die in Saarbrücken, Mainz oder Frankfurt einen Anschlusszug erreichen wollen, werden gebeten, diese Verzögerungen zu berücksichtigen. Weitere Einschränkung: "In den Bussen können leider keine Fahrräder mitgenommen werden", wie der Zweckverband Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Süd (ZSPNV) mitteilt. Zwar dürfen in Regionalexpress-Zügen pro Einheit vier Räder mitgenommen werden, doch da kann es in der Ferienzeit, in der viele Radtouristen an der Nahe unterwegs sind, zu Engpässen kommen.

Deshalb will sich der Zweckverband dafür einsetzen, dass die Zugbegleiter die Vier-Räder-Regelung großzügig auslegen, erklärt Gunther Enke, Verkehrsreferent beim ZSPNV Süd. Schaffner müssten allerdings immer darauf achten, dass die Fluchtwege frei bleiben, betont er. Größere Fahrradreisegruppen, die die Bahn nutzen wollen, sollten diese Einschränkungen bei der Reiseplanung berücksichtigen.

Die Einsatzzahl der Regionalexpress-Züge kann während der Bauphase nicht erhöht werden. Um den Fahrgästen das Umsteigen vom Bus auf die Bahn zu erleichtern, setzt die Deutsche Bahn tagsüber an den Bahnhöfen in Kirn, Idar-Oberstein, Neubrücke und Türkismühle im Bahnjargon "Reisenden-Lenker" genannte Bahnmitarbeiter als Ansprechpartner ein.

Die Gleisbauarbeiten stehen nicht in Zusammenhang mit der geplanten Verlegung des Haltepunktes Fischbach-Weierbach, erklärte Enke auf Nachfrage. Zwar hätte der Zweckverband die Sperrung gerne für die Haltepunktverlegung genutzt, doch das sei zeitlich nicht möglich gewesen. Enke rechnet damit, dass die Arbeiten dafür in den Osterferien 2009 erledigt werden. Damit einhergehend werde allerdings eine erneute Sperrung des Streckenabschnitts nötig.

Über den geänderten Fahrplan informieren Aushänge an den Bahnhöfen, der Regionale Ansprechpartner Nahverkehr, Telefon 01805/194195 und die Internetseite: www.bahn.de/bauarbeiten.