Zukunft des Idarkopfs nach wie vor ungewiss

Rhaunen · Skifans und Rodelfreunde werden wie im Vorjahr auch in diesem Winter ohne Pistengaudi auf dem Idarkopf auskommen müssen. Möglicherweise ist sogar das endgültige Aus des für viele Schneefans attraktiven Gebiets beschlossene Sache.

Schleppliftgehänge zu verkaufen: Die Anzeichen für ein Ende des Skigebiets auf dem Idarkopf häufen sich. Foto: Archiv/Hosser

Rhaunen. Es häufen sich die Anzeichen für ein offizielles Ende der Pistengaudi auf dem Idarkopf: So bietet die Verbandsgemeinde auf ihrer Homepage eine Pistenraupe und 27 Schleppliftgehänge, die einst auf dem Idarkopf im Einsatz waren, zum Verkauf an.
Georg Dräger, Bürgermeister der VG Rhaunen: "Noch sind wir rechtlich gebunden. Ab 1. Januar 2012 werde ich mich dann intensiv mit dem Thema, was aus dem Idarkopf wird, beschäftigen müssen." Gespräche mit Arno Feldenz von der Beltheimer Firma Con2Re gab es in jüngster Zeit nicht mehr. Sie hatte im März 2006 einen bis Ende 2011 geltenden Erbbaurechtsvertrag mit der Verbandsgemeinde und den Orten des Viergemeindewaldes über das Nutzungsrecht der Fläche geschlossen. Doch aus Gründen des Naturschutzes scheiterte ihr Skihallenprojekt.
Derzeit keine Pläne


Einen Investor finden? Oder doch eher einen Rückbau anstreben? Konkrete Pläne gibt es aktuell nicht. Auf dem Gelände eine Downhill-Strecke für Mountainbiker einzurichten, ist offenbar keine Option mehr. Um auf dem Idarkopf Wintersport möglich zu machen, fehlt der Verbandsgemeinde Rhaunen das Geld: Nach mehrfachen notdürftigen Reparaturversuchen und schließlich dem Ausfall der elektrischen Anlage im Winter 2009/2010 konnte der Lift nicht mehr in Betrieb genommen werden. Im Februar 2010 kam es zu weiteren Schäden an der Liftanlage durch die Auswirkungen des Sturms Xynthia. Der Investitionsrahmen würde bei einer Millionen Euro liegen, hat eine Ermittlung ergeben.
Rudolf Kronz, Fraktionschef der SPD im Verbandsgemeinderat Rhaunen, bilanziert: "Ich war damals für die Skihalle und würde heute noch einmal so entscheiden. Es war eine Chance für die Region, vor allem mit Blick auf Arbeitsplätze und den Tourismussektor. Wir sind keine finanziellen Risiken eingegangen. Ich hatte 2005 keine Bedenken."
Sein CDU-Kollege, der Horbrucher Klaus Hepp, der im Wintersportgebiet Erbeskopf der Verbandsgemeinde Thalfang Regie führt, betont: "Der Vertrag hat gelähmt. Wer soll da oben investieren? Das könnte tatsächlich das Ende des Wintersportgebiets sein. Meine Prognosen von damals sind leider eingetroffen."