Zum Abschluss noch mal auf die Piste

Erbeskopf · Die kräftigen Schneefälle der vergangenen Tage haben nochmals für Skibetrieb am Erbeskopf gesorgt. Damit waren die Pisten für Skifahrer an 50 Tagen geöffnet. Insgesamt reisten diese Saison etwa 140 000 Wintersportler zur höchsten Erhebung von Rheinland-Pfalz.

 Zahlreiche Wintersportfreunde wie Familie Smith aus Kaiserslautern haben die letzten Möglichkeiten in dieser Saison genutzt, um Ski zu fahren.TV-Foto: Christoph Strouvelle

Zahlreiche Wintersportfreunde wie Familie Smith aus Kaiserslautern haben die letzten Möglichkeiten in dieser Saison genutzt, um Ski zu fahren.TV-Foto: Christoph Strouvelle

Erbeskopf. Viele Menschen sehnen sich derzeit nach dem Frühling und den damit verbundenen wärmeren Temperaturen. Doch die heftigen Schneefälle in der vergangenen Woche haben die Skisaison am Erbeskopf noch mal verlängert. Am wahrscheinlich letzten Wochenende dieser Saison, an dem Skifahren möglich ist, sind zahlreiche Wintersportfreunde zu den Pisten an der höchsten Erhebung von Rheinland-Pfalz gekommen.
Klaus Hepp, Leiter der Skianlagen am Erbeskopf, schätzt, dass sich sowohl Samstag als auch Sonntag jeweils 2500 Menschen mit Ski und Snowboard auf den Pisten getummelt haben. Ralf Linn aus Gonzerath will den Winter genießen, so lange er noch da ist. Erwin Koch aus Konz ist noch nie so spät im Jahr am Erbeskopf Ski gefahren. Während er die Hänge hinabdüst, macht seine Frau einen Winterspaziergang. "In meinem Garten an der Mosel liegt sogar noch Schnee", sagt er.
Hepp vermutet, dass in dem Schnee in den Flusstälern der Grund für den guten Besuch an diesem Wochenende liegt. "Wenn es an der Mosel und am Rhein schon warm ist, können sich die Leute oft nicht vorstellen, dass man hier oben noch Ski fahren kann", sagt er. Der technische Schnee aus den Skikanonen hatte dafür gesorgt, dass noch eine Grundlage da war, auf der man die Pisten noch mal präparieren konnte, sagt Hepp.
Damit war in dieser Saison an 50 Tagen Skibetrieb möglich, sagt er. In der Saison im vergangenen Jahr waren lediglich an 25 Tagen die Lifte geöffnet. Zwischen 135 000 und 140 000 Skifahrer sind in diesem Winter am Erbeskopf gewesen, schätzt Hepp. "Eine hohe Zahl, wenn man bedenkt, dass in den besucherstarken Weihnachtsferien aufgrund der warmen Witterung kein Skibetrieb möglich gewesen war", sagt er. An mehreren Wochenenden seien die Bedingungen jedoch sehr gut gewesen. Insgesamt war die Saison für die Angestellten am Erbeskopf sehr arbeitsintensiv. Dreimal habe man die Piste von Grund auf präparieren müssen, weil aufgrund von Wärmephasen und Regen der Schnee auf der Piste wieder geschmolzen war. Im Dezember waren die Lifte an sieben, im Januar an elf Tagen in Betrieb. Die Saison sei insgesamt sehr verletzungsarm verlaufen, sagt Hepp. Zwar hätten vier Skifahrer Knochenbrüche erlitten. Ein weiterer Sportler habe sich die Schulter ausgerenkt, doch für den vielen Betrieb sei die Bilanz insgesamt sehr positiv, sagt er. "Die Leute fahren sehr vernünftig", sagt Hepp. Zudem tragen immer mehr Sportler einen Helm.
Doch die Skisaison neigt sich unaufhörlich ihrem Ende. Die Liftspur sei sehr ausgefahren, an einigen Stellen kommen grüne Stellen durch, so dass die Sicherheit der Skifahrer nicht mehr gewährleistet werden kann, sagt er. Aber Rodler könnten die Piste in den nächsten Tagen weiterhin nutzen. "Beim Rodeln ist es nicht so schlimm, wenn man mal über einen Grasbüschel fährt", sagt Hepp. Auch wenn die Saison bald vorbei ist: Nach Ostern geht es für Hepp und sein Team weiter. Dann müssen die Anlagen kontrolliert und die Sommerrodelbahn aufgebaut werden.